Metro Supplier Scorecard – Check-up für Lieferanten
Ein vertrautes Bild an einem Metro Cash & Carry-Markt: Mehrere Lkws liefern dutzende von Paletten und Kartons an. Der reibungslose Warennachschub ist eine große Herausforderung für die METRO Group. Denn allein das Sortiment eines Cash & Carry-Markts umfasst bis zu 20.000 Artikel im Nahrungsmittelbereich sowie 30.000 Artikel im Nonfood-Bereich. Um diese großen Warenmengen zu beschaffen, ist der Konzern auf zuverlässige Lieferanten angewiesen. Eine effiziente Anlieferung der Waren ist von einer Vielzahl von Erfolgsfaktoren abhängig:
- Wird termingerecht geliefert?
- Treffen am Tag der Lieferung alle bestellten Artikel ein oder fehlen Produkte?
- Ist der Lieferschein für diese Warenanlieferung korrekt?
Um diese Fragen systematisch zu beantworten und die Lieferkette transparenter zu machen, wird die METRO Group zukünftig ein besonderes Kontrollinstrument nutzen: die Metro Supplier Scorecard.
Baustein für eine starke Lieferkette
Die Metro Supplier Scorecard ist ein Bewertungsmodell, mit dem die METRO Group die Leistungsfähigkeit ihrer Lieferanten prüft – und zwar auf Basis einheitlicher Kennzahlen, den so genannten Key Perfomance Indicators (KPIs). Zu den KPIs gehören Erfolgskriterien wie Pünktlichkeit, Schnelligkeit und Vollständigkeit von Warenlieferungen sowie die Verfügbarkeit der Produkte im Lager. Bei der Metro Supplier Scorecard steht nicht die Kontrolle der Lieferanten im Vordergrund, sondern die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen METRO Group und Herstellern. Der Leistungs-Check soll helfen, gemeinsam Verbesserungspotenziale zu ermitteln und so die Supply Chain zu optimieren. Ziel ist es, die Lieferkette von der Produktion bis zum Verkauf so effizient wie möglich zu gestalten. So trägt die Metro Supplier Scorecard etwa dazu bei, die Warenverfügbarkeit zu erhöhen – davon profitieren auch die Lieferanten, da sich die gewünschten Artikel stets zur gewünschten Zeit im Verkaufsregal befinden.
Mehrere Varianten zum Kräftemessen
Zukünftig werden bei der METRO Group vor allem die Einkäufer und die Supply Chain Manager mit der Metro Supplier Scorecard arbeiten. Die Lieferanten der METRO Group sollen zukünftig über das Informationssystem Metro Data Warehouse auf die Metro Supplier Scorecard zugreifen und dort ihre Leistungswerte in einem Bericht einsehen können. Es wird nur noch eine Variante der Metro Supplier Scorecard zum Einsatz kommen: die Metro Supplier Scorecard.
Schritt für Schritt zur Erfolgskontrolle
Bereits im Jahr 2001 hat die METRO Group begonnen, erste Kennzahlen für die Metro Supplier Scorecard zu entwickeln. Zunächst gab es bei der Vertriebslinie Metro Cash & Carry einzelne Pilotprojekte, bei denen manuelle Metro Supplier Scorecards mit wenigen, ausgewählten Kennzahlen im Mittelpunkt standen. Nach umfangreichen Tests sowie einer Umstrukturierung soll im dritten und vierten Quartal 2006 die Metro Supplier Scorecard der ersten Generation bei den Vertriebsmarken Metro Cash & Carry, Real und Schaper in ausgewählten Pilotländern zum Einsatz kommen. Ziel ist es, die Lieferantenbewertung schrittweise auszubauen und um weitere KPIs zu ergänzen. Langfristig will die METRO Group die Metro Supplier Scorecard konzernweit mit einheitlichen KPIs nutzen.
In bester Gesellschaft
Die Metro Supplier Scorecard der METRO Group ist vergleichbar mit der Global Scorecard, die von der Global Commerce Initiative (GCI) entwickelt wurde. Letztere enthält Fragenkataloge sowie KPIs, um die Fähigkeiten eines Unternehmens in Sachen Efficient Consumer Response (ECR) zu messen. Die Metro Supplier Scorecard basiert dagegen ausschließlich auf KPIs, die sich auf die Lieferkette beziehen. Diese Kennzahlen sind kompatibel zu den Standards der GCI für die Global Scorecard.
