Management Summary Online-Verhandlungen
Immer mehr Handelsunternehmen nutzen das Internet, um Waren einzukaufen. Sie schreiben ihren Warenbedarf auf B2B-Marktplätzen im Internet aus und laden ausgewählte Lieferanten zur Auktion ein. In der Regel erhält der Lieferant mit dem günstigsten Preis und den besten Konditionen den Zuschlag.
Bestpreis per Klick
Business-to-Business-Marktplätze im Internet bieten ein Forum, in dem sich Händler mit ihren Lieferanten treffen. Die Nachfrage bestimmt bei den Internet-Auktionen das Angebot. Wichtige Beschaffungsplattformen, auf denen sich Händler mit ihren Lieferanten treffen, sind Agentrics, 1Sync und CPGmarket. Anders als beispielsweise beim Internet-Marktplatz eBay gewinnt im Normalfall der Lieferant mit dem niedrigsten Preis den Wettbewerb unter den Bietern. Dies ist das so genannte Reverse-Auction-Prinzip.
Wie nutzt die METRO Group Online Verhandlungen?
Die METRO Group gab im Jahr 2000 den Startschuss für Auktionen. Von seinem Einkaufsvolumen von 46 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2004 hat der Handelskonzern 1.455 Millionen Euro über Auktionen abgewickelt, die Tendenz ist steigend. Grundsätzlich kann jeder verantwortliche Einkäufer über seinen PC Online-Verhandlungen starten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Ware für den Wiederverkauf oder Investitionsgüter und Dienstleistungen handelt. Der Einkäufer muss die Produkteigenschaften genau definieren, bei Bedarf Muster anfordern und den Qualitätsstandard der Lieferanten kennen. Zusätzlich zu den traditionellen Verhandlungen nutzen fast alle Gesellschaften der METRO Group Auktionen als Verhandlungsmethode zur Waren- und Dienstleitungsbeschaffung.
Welche Vorteile bieten Online-Verhandlungen?
Mithilfe von Auktionen kann die METRO Group die Anzahl von Verhandlungsrunden reduzieren und den Einkauf beschleunigen. Durch diese Online-Verhandlungen wird zugleich die Position des Einkäufers gestärkt. Doch nicht nur für den Konzern sind Auktionen vorteilhaft: Für den Lieferanten wird der Entscheidungsprozess des Handelsunternehmens transparenter.
Wie funktioniert eine Auktion?
Um bestimmte Waren über den virtuellen Marktplatz zu beschaffen, definieren Einkäufer der METRO Group in standardisierten metrointernen Formularen ihren Bedarf und schreiben die Auktion, der gegebenenfalls eine Preisabfrage vorausgeht, inklusive aller Rahmendaten auf der Internetplattform aus. Mindestens zwei potenzielle Lieferanten erhalten eine exklusive Einladung von der METRO Group. In der so genannten Vorschau finden sie alle relevanten Daten wie beispielsweise Menge oder Lieferdatum für Warenproben. Bieten dürfen die Lieferanten aber erst, wenn die Auktion offiziell startet. Im Gegensatz zur Blind-Auktion ist für die Bieter der Bestpreis in offenen Auktionen sichtbar. Der transparente Prozess wirkt sich positiv auf die Dynamik der Auktion aus. Generell müssen sich die Lieferanten an strenge Regeln halten, so zum Beispiel an definierte Startpreise oder Mindestgebotsschritte.
Welche Regeln definiert die METRO Group für die Auktionen?
Transparenz und Vergleichbarkeit sind Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Online-Verhandlungen. Trainings, Goldene Regeln und Standardformulare machen die Einkäufer fit für die Reverse Auction. Außerdem gelten für alle Beteiligten ein Benutzungsvertrag sowie ein Code of Conduct. Jeder Mitarbeiter der METRO Group, der Preisanfragen oder Ausschreibungen einstellt, muss diese Grundsätze befolgen und daher eine entsprechende Erklärung unterzeichnen.
