ABC-Analyse
Methode zur Einteilung von Artikeln in Umsatzklassen. Je nach Absatzstärke werden sie in A-, B- oder C-Klassen eingeteilt. Die ABC-Analyse dient den Handelspartnern zum Beispiel dazu, verkaufsfördernde Maßnahmen besser planen zu können. Grundlage der ABC-Analyse sind in der Regel aktuelle und historische Abverkaufszahlen, die im Warenwirtschaftssystem des Handelsunternehmens gespeichert sind.
Abmaßänderung
Änderung von Verpackungsmaßen, beispielsweise im Zuge von Produktinnovationen oder Werbeaktionen. Das
Regalmanagement-System (RMS)
der METRO Group berücksichtigt Abmaßänderungen in Zukunft automatisch und lässt sie in die Planogramme
einfließen.
Regalmanagement-System (RMS)
Accredited Standards Committee X12 (ASC X12)
Vom American National Standards Institute (ANSI) 1979 gegründeter Ausschuss, der zuständig ist für die Definition allgemeiner EDI-Standards ( Electronic Data Interchange
) in den USA. Der Ausschuss setzt sich aus Mitgliedern der Regierung und Vertretern der Wirtschaft zusammen. Die vom ASC X12 definierten Standards werden dem ANSI zur Genehmigung und späteren Veröffentlichung vorgelegt.
Artikelchronologie
Verbindliche festgelegte Reihenfolge bei der Anordnung der Waren in den Verkaufsregalen. Im Zuge ihres
Regalmanagements
realisiert die METRO Group eine einheitliche Artikelchronologie in sämtlichen Märkten einer Vertriebsmarke, um ein homogenes Erscheinungsbild zu gewährleisten und damit den Kunden die Orientierung zu erleichtern.
Regalmanagements
Assortment-Group
Bezeichnung für eine Gruppe von Waren, die im Zusammenhang mit dem Regalmanagement-System (RMS)
der METRO Group verwendet wird. Das Regalmanagement-System unterscheidet drei Arten von Warengruppen, für die Planogramme
erstellt werden: Assortment-Groups, Pflegegruppen
und Store-Groups
. In einer Assortment-Group werden bestimmte Artikel zu einer Category zusammengefasst, die für alle Märkte einer Vertriebsmarke der METRO Group gleich ist – beispielsweise „Alles fürs Kind“. Assortment-Groups werden auch als Categories bezeichnet.
Auto-ID Center
Wissenschaftliche Einrichtung am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA. Im Jahr 1999 beschäftigte sich das Auto-ID Center erstmals mit der Entwicklung des Elektronischen Produktcodes (EPC)
. Dabei arbeitete das Auto-ID Center eng mit zahlreichen Unternehmen und Universitäten wie der University of Cambridge in Großbritannien oder der Schweizer Universität St. Gallen zusammen. Als der EPC Marktreife erlangte, wurden die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten im Jahr 2003 an EPCglobal
übertragen. Die Hauptaufgabe dieser Organisation besteht darin, den EPC weiterzuentwickeln und im internationalen Markt zu etablieren. Das Auto-ID Center hat seine Arbeit am 26. Oktober 2003 eingestellt.
Auto-ID Labs
Wissenschaftliche Einrichtungen, die im Auftrag von EPCglobal
Forschungsarbeiten ausführen. Ziel ist es, den
Elektronischen Produktcode
und das EPC-Netzwerk
weiterzuentwickeln. An folgenden Universitäten und Institutionen sind Auto-ID Labs angesiedelt: Massachusetts Institute of Technology (MIT), Boston, USA; University of Adelaide, Australien; University of Cambridge, Großbritannien; Keio University, Japan; Universität
St. Gallen, Schweiz; Shanghai Fudan University, China.
Elektronischen Produktcode
St. Gallen, Schweiz; Shanghai Fudan University, China.
Benchmark
Vergleichsgröße/Vorbild, an dem sich ein Unternehmen bei seinen Zieldefinitionen orientiert, um die eigenen Prozesse zu optimieren und dadurch leistungsfähiger zu werden. Benchmarking dient als Instrument der Wettbewerbsanalyse und der kontinuierlichen Überprüfung der eigenen Positionierung am Markt.
Beschaffung
Auch Einkauf. Alle operativen Tätigkeiten, die auf die Versorgung eines Unternehmens mit Waren, Dienstleistungen, Rechten, finanziellen Mitteln und anderen Ressourcen gerichtet sind. Dazu zählen die Suche, Auswahl und Pflege von sowie Verhandlungen mit Lieferanten, die Abwicklung und Nachbearbeitung von Bestellungen sowie andere Aufgaben wie zum Beispiel Termin- und Wareneingangskontrollen. In der METRO Group ist als zentrale Einkaufsgesellschaft des Konzerns die MGB METRO Group Buying GmbH
zuständig.
Beschaffungslogistik
Logistisches Prinzip, bei dem die Waren beim Hersteller gebündelt abgeholt und an die Märkte oder Warenläger eines Handelsunternehmens geliefert werden. In der METRO Group organisiert die MGL METRO Group Logistics GmbH
zentral für alle Vertriebsmarken die Abholung der Waren beim Hersteller.
Best-Practice-Prinzip
Orientierung an den jeweils besten Ablaufstrukturen eines bestimmten Unternehmens zur Optimierung der Prozesse im eigenen Unternehmen. Dabei geht ein Unternehmen folgendermaßen vor: Nachdem in einem bestimmten Geschäftsbereich Zielvorgaben definiert worden sind, werden geeignete andere Unternehmen ausgewählt, die als Benchmarks
angesehen werden. Die Leistungen aller Unternehmen werden miteinander verglichen. Dadurch wird die „best practice“ ermittelt, sozusagen die effizienteste Vorgehensweise. Daraufhin werden die notwendigen Maßnahmen zur Optimierung der eigenen Methoden identifiziert und umgesetzt.
Buyer Managed Inventory (BMI)
Variante des Continuous Replenishment Programs
, das dem Erreichen einer kontinuierlichen Warenversorgung vom Hersteller bis zum Händler dient. BMI bedeutet, dass der Handel im Unterschied zu Vendor Managed Inventory (VMI)
und Co Managed Inventory (CMI)
seine Versorgung mit Waren alleine steuert.
Campaign Management
Das Campaign Management der METRO Group ist Bestandteil des -> Customer Relationship Management (CRM). Ziel des Campaign Management ist es, die KundenbedDas Campaign Management der METRO Group ist Bestandteil des -> Customer Relationship Management (CRM). Ziel des Campaign Management ist es, die Kundenbedürfnisse mit maßgeschneiderten Aktionen optimal zu erfüllen, Kunden zu binden und damit Abverkäufe und Umsätze zu erhöhen. Eine spezielle Software unterstützt die Marketingexperten der METRO Group dabei, eine große Anzahl zielgruppengerechter Kampagnen schnell und effizient umzusetzen.
Category-Entwicklung
Bericht im Informationssystem Metro Data Warehouse
. Lieferanten der METRO Group können anhand dieses Berichtes sehen, wie sich eine komplette Category, also eine Warengruppe
, an verschiedenen Tagen einer Woche verkauft hat – im Vergleich zu den entsprechenden Tagen des Vorjahres. Auf diese Weise können die METRO Group und ihre Lieferanten Veränderungen im Kaufverhalten der Kunden frühzeitig erkennen und rechtzeitig darauf reagieren.
Category Management (CM)
Auch Warengruppenmanagement. Ist die konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtete Optimierung des Sortiments. Beim Category Management handelt es sich um einen gemeinsamen Planungsprozess von Hersteller und Händler. Ziel ist es, Warengruppen
– auch Categories genannt – zu definieren und sie optimal im Markt zu platzieren und zu präsentieren. Category Manager
sind auf eine Vielzahl von Daten angewiesen. Sie greifen sowohl auf unternehmensinterne Informationen als auch auf Untersuchungen von Marktforschungsinstituten zurück. Letztere geben beispielsweise Aufschluss darüber, welche Produkte die Konsumenten bei welchem Händler einkaufen. Diese und andere Daten liefern dem Category Manager und seinen Partnern wichtige Entscheidungshilfen, um Kundengruppen zu definieren und Categories zu bestimmen, Verkaufsstrategien festzulegen und das Sortiment zu optimieren. Auf Basis einer gezielt kundenorientierten Sortimentspolitik trägt das Category Management zur Absatz- und Ertragssteigerung bei und verstärkt die langfristige Kundenbindung.
Category Management-Prozess (CM-Prozess)
Gemeinsamer Planungsprozess von Hersteller und Handelsunternehmen zur strategischen Definition und Steuerung von Warengruppen. Der CM-Prozess umfasst acht Schritte. Zunächst legt der Category Manager Kunden-Zielgruppen fest und bündelt verschiedene Produkte zu Categories. Dann ordnet er den Categories Rollen (Profilierung, Pflicht, Ergänzung, Saison) zu. Im nächsten Schritt wird jede Category auf ihre Potenziale hin überprüft und bewertet. In weiteren Schritten definiert das Category Management-Team aus Category Manager
und Category Partner
Ziele, Strategien und Maßnahmen. Am Ende stehen die praktische Umsetzung in den Märkten und schließlich die Erfolgskontrolle.
Category Manager
Verantwortlicher für das Category Management
.
Der Category Manager steuert Warengruppen
als strategische Geschäftseinheiten. Er stellt Sortimente zusammen, identifiziert wichtige Kundengruppen und legt Verkaufsstrategien fest, um die Produkte im Markt optimal zu platzieren und zu präsentieren. Handelsunternehmen und Hersteller bilden im Rahmen des
Category Management-Prozesses
ein unternehmensübergreifendes Team. Der Handel stellt dabei den Category Manager, die Industrie den Category Partner.
Der Category Manager steuert Warengruppen
Category Management-Prozesses
Category Partner
Der Category Partner ist auf Industrieseite verantwortlich für den gemeinsamen Category Management-Prozess mit dem Handelsunternehmen. In diesem Prozess bildet er zusammen mit dem Category Manager
das Category Management-Team.
CEN (Comité Européen de Normalisation)
Europäisches Komitee für Normung. Deutsches Mitglied im CEN ist das Deutsche Institut für Normung e.V. in Berlin (DIN).
CMplus
Software, die die METRO Group nutzt, um das Category Management effizient zu gestalten. Die Software steht allen am Category Management-Prozess
Beteiligten über Internet zur Verfügung. Das Programm fügt sämtliche für den CM-Prozess relevanten internen und externen Daten zusammen, analysiert und strukturiert sie und leitet daraus Empfehlungen ab, etwa für die Zusammensetzung von Sortimenten. Zentrales Element von CMplus ist die so genannte CM-Scorecard. Sie liefert Soll-Ist-Vergleiche für definierte Categories. Außerdem unterstützt CMplus den Category Manager
und seinen Category Partner
dabei, gemeinsam Promotions zu planen. CMplus ist darüber hinaus mit Spaceman
verknüpft, einer Software zur Unterstützung des
Regalmanagements
.
Regalmanagements
Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR)
Zusammenarbeit von Hersteller und Handelsunternehmen zur effizienten Steuerung von Warenströmen und zur Optimierung der Warenbestände. Kern von CPFR ist ein Prozess, der sich in drei Phasen gliedert: Planung, Prognose sowie Bestellung und Bevorratung. In der Planungsphase legen Händler und Hersteller die Regeln ihrer Zusammenarbeit fest. Darauf folgt die Prognosephase, in der die Partner gemeinsam daran arbeiten, Absatz- und Bestellmengen für ausgewählte Waren möglichst präzise vorherzusagen. Basis der ständig aktualisierten Bedarfsprognosen bilden umfangreiche Daten wie beispielsweise Verkaufszahlen. In der letzten Phase werden die Bestellung aufgegeben und der Auftrag ausgeführt. Insgesamt umfassen die drei Phasen folgende neun Arbeitsschritte: 1. Rahmenvereinbarung abschließen, 2. Geschäftsplan entwickeln,
3. Bedarfsprognose erstellen, 4. Abweichungen von der Prognose erkennen, 5. Bedarfsprognose aktualisieren, 6. Bestellprognose generieren, 7. Abweichungen von der Prognose erkennen, 8. Bestellprognose aktualisieren, 9. Bestellung generieren und Auftrag ausführen.
3. Bedarfsprognose erstellen, 4. Abweichungen von der Prognose erkennen, 5. Bedarfsprognose aktualisieren, 6. Bestellprognose generieren, 7. Abweichungen von der Prognose erkennen, 8. Bestellprognose aktualisieren, 9. Bestellung generieren und Auftrag ausführen.
Co Managed Inventory (CMI)
Variante des Continuous Replenishment Programs
.
CMI bedeutet, dass Hersteller und Händler gemeinsam den Warenversorgungsprozess steuern. Dabei organisiert die Industrie die Versorgung mit Normalware, der Handel dagegen die Versorgung mit Aktionsware.
CMI bedeutet, dass Hersteller und Händler gemeinsam den Warenversorgungsprozess steuern. Dabei organisiert die Industrie die Versorgung mit Normalware, der Handel dagegen die Versorgung mit Aktionsware.
Compliance Scorecard
Reduzierte Form der Full Global Scorecard
. Die Global Scorecard
ist ein Bewertungsmodell, mit dem Unternehmen den Umsetzungsstand ihrer Aktivitäten im Bereich Efficient Consumer Response (ECR) messen können. Es gibt vier Typen von Scorecards: die Entry Level Scorecard
, die Intermediate Level Scorecard
und die Full Global Scorecard. Als Variante der Full Global Scorecard beschränkt sich die Compliance Scorecard auf die Darstellung der verwendeten Basistechnologien wie den Elektronischen Datenaustausch
und Standards sowie auf ausgewählte Leistungskennziffern und Kennzahlen zum Umsetzungsgrad von ECR-Aktivitäten.
Computer Assisted Ordering (CAO)
EDV-gestütztes Computerbestellsystem für den Handel. Es generiert auf Basis von Abverkaufszahlen, Absatzprognosen, Wiederbeschaffungszeiten, angestrebten Bestandsmengen sowie externen Daten (Wetter, Wettbewerberaktionen etc.) selbstständig Bestellvorschläge. Möglich ist, diese Daten (in aggregierter Form) direkt den entsprechenden Lieferanten zur Verfügung zu stellen. CAO ist eine wichtige Voraussetzung für effizientes
Cross Docking
.
Cross Docking
Continuous Replenishment Program (CRP)
Kontinuierliches Warenversorgungsprogramm im Rahmen von Efficient Consumer Response
. Dient dem Erreichen einer kontinuierlichen Warenversorgung entlang der gesamten logistischen Kette vom Hersteller zum Händler. Der Impuls für die Nachschubversorgung geht dabei nicht primär vom Handel, sondern von der tatsächlichen Nachfrage bzw. dem prognostizierten Warenbedarf aus. Das CRP unterscheidet drei Arten der Warenversorgung: Vendor Managed Inventory (VMI)
, Buyer Managed Inventory (BMI)
, Co Managed Inventory (CMI)
.
Cross Docking
Warenvertriebssystem, das ohne Bestandshaltung im Distributionslager auskommt. Der Hersteller stellt die Warenbestellung eines Handelsunternehmens zusammen und transportiert sie zum Verteillager des Handelsunternehmens. Dort wird die Ware in Empfang genommen und unverzüglich an die Filialen weitergeleitet. Man unterscheidet zwei Formen von Cross Docking: Bei der ersten Variante senden die Filialen eines Handelsunternehmens ihre Bestellungen unabhängig voneinander, aber alle zur gleichen Zeit an den Hersteller. Dieser kommissioniert die Einzelbestellungen auf Paletten und stellt für jede Filiale Lieferschein und Rechnung aus. Anschließend transportiert er die Waren zum Distributionslager des Handelsunternehmens, von wo aus sie ohne weiteres Umpacken direkt an die Filialen ausgeliefert werden. Bei der zweiten Variante sammelt das Handelsunternehmen zunächst die Bestellungen seiner Filialen und sendet sie dann gebündelt an den Hersteller. Dieser behandelt die Sammelbestellung wie einen einzigen, großen Auftrag. Das heißt, er packt alle bestellten Waren auf Paletten, ohne diese nach einzelnen Filialen zu sortieren. Der Hersteller transportiert die Waren zum Verteillager des Handelsunternehmens. Dort wird die Lieferung zuerst nach einzelnen Märkten kommissioniert und danach ausgeliefert. Durch Cross Docking können Hersteller und Handelsunternehmen bei Transport und Warenumschlag Kosten sparen. Außerdem verbessert die schnellere Versorgung der Filialen die Warenverfügbarkeit. Der Bedarf an Lagerkapazitäten wird verringert, weil weniger Lagerraum benötigt wird.
Customer Life Cycle
Der Customer Life Cycle wird auch als Kundenlebenszyklus bezeichnet. Das Kundenlebenszyklus-Modell geht davon aus, dass jeder Kunde bestimmte Phasen durchläuft. Ein typischer Customer Life Cycle unterscheidet zwischen Akquisitionsphase, Aufbauphase und Erhaltungsphase.
Data Capture
Software, die Papierrechungen in elektronische Rechnungen umwandelt. Eingehende Rechnungen für Waren oder Dienstleistungen werden mit einem einfachen Tischscanner eingescannt. Die im PC des Bearbeiters installierte Data Capture-Software sucht die Rechnung nach relevanten Datenfeldern ab und wandelt diese in die Nachrichtensprache des Elektronischen Datenaustauschs (EDI)
um.
Datenbezeichner
Zwei- bis vierstellige Kennziffer des EAN-128-Standards
am Beginn eines Datenelements. Der Datenbezeichner legt das Format und den Inhalt des nachfolgenden Datenelements – beispielsweise die EAN-Artikelnummer
, das Gewicht des Artikels oder die Chargennummer – eindeutig fest.
De-Activator
Terminal am Ausgang des Future Stores
, mit dem Kunden die RFID-Transponder
auf den eingekauften Produkten dauerhaft unbrauchbar machen können. Der Kunde stellt dazu die gekaufte Ware auf eine Auflage mit integriertem RFID-Lesegerät
. Die RFID-Transponder werden automatisch eingelesen und der gespeicherte Zahlencode erscheint auf einem Display. Mit einem Tastenklick deaktiviert der Kunde den Chip.
Demand Side
Begriff im Rahmen von Efficient Consumer Response (ECR)
. Die ECR-Strategie unterscheidet Maßnahmen auf der Supply Side
(Versorgungsseite) und der Demand Side (Nachfrageseite). Die Demand Side von ECR umfasst die marketingpolitischen Instrumente wie die Effiziente Verkaufsförderung
, Effiziente Produkteinführung
und
Effiziente Sortimentsgestaltung
. Ziel ist es, Sortimente kundenorientiert zusammenzustellen, Werbemaßnahmen effizient zu steuern sowie Verkaufs- und Regalflächen optimal zu managen. Auf diese Weise wollen Handel und Industrie die Bedürfnisse der Verbraucher besser erfüllen und eigene Umsatz- und Wachstumspotenziale ausschöpfen. Eine zentrale ECR-Praktik der Demand Side ist das Category Management
.
Effiziente Sortimentsgestaltung
DESADV
Dispatch Advice, eine elektronische Liefermeldung. Sie enthält Detailinformationen zu Waren, die unter vereinbarten Bedingungen geliefert worden sind oder zur Lieferung bereitstehen. DESADV ist eine Nachrichtenart des EANCOM-Nachrichtenstandards
.
Direct Store Delivery (DSD)
Direkte Filialbelieferung. Belieferung einzelner Handelsfilialen direkt durch den Hersteller unter Umgehung regionaler Distributionslager im so genannten Streckengeschäft.
Drahtlose Datenübertragung
Durch das drahtlose lokale Netzwerk (Wireless Local Area Network, W-LAN
) sind alle mobilen und auch einige stationäre Einrichtungen im Future Store miteinander verbunden. PDAs, Persönliche Einkaufsberater (Personal Shopping Assistants, PSAs), Info-Terminals und Elektronische Werbedisplays haben so Zugang zum zentralen Server des Markts. Mithilfe von W-LAN liefern die Geräte dem Kunden stets zeitgleich aktuelle Informationen zu Produkten, Preisen und Sonderangeboten.
EAN-128-Standard (GS1-128)
Internationaler Standard zur Kodierung von logistischen Grund- und Zusatzinformationen zu einem Artikel (zum Beispiel Chargennummern, Mindesthaltbarkeitsdatum, EAN-Artikelnummer
). Der EAN-128-Standard wird in Form eines Strichcodes dargestellt. Er ist ein so genannter Datenbezeichner-Standard
.
EAN-128-Transportetikett (GS1-Transportetikett)
In Form und Inhalt standardisiertes Etikett zur Kennzeichnung von Versandeinheiten und Transportverpackungen. Es enthält Artikel-, Logistik- und Verbraucherinformationen, die sowohl in Klarschrift als auch als Strichcode
(EAN-128-Standard
) dargestellt sind.
(EAN-128-Standard
EAN-Artikelnummer (Globale Artikelidentnummer)
International abgestimmte, einheitliche und weltweit International abgestimmte, einheitliche und weltweit überschneidungsfreie 8-, 13- oder 14-stellige Artikelnummer für Produkte und Dienstleistungen.
Sie bildet die Grundlage für den Einsatz der Scannertechnologie und erleichtert wesentlich die elektronische Kommunikation. Mittlerweile wird sie als Globale Artikelidentnummer bzw. englisch Global Trade Item Number (GTIN) bezeichnet. Global Trade Item Number
.
Sie bildet die Grundlage für den Einsatz der Scannertechnologie und erleichtert wesentlich die elektronische Kommunikation. Mittlerweile wird sie als Globale Artikelidentnummer bzw. englisch Global Trade Item Number (GTIN) bezeichnet. Global Trade Item Number
EANCOM
International gültiger Nachrichtenstandard zur Verschlüsselung und elektronischen Übertragung von Daten
(Electronic Data Interchange
). EANCOM ist der in der Konsumgüterwirtschaft am häufigsten verwendete Anwendungsstandard der Norm UN/EDIFACT. Diese von der United Nations Economic Commission for Europe definierte Norm für den elektronischen Datenaustausch von Verwaltung, Handel und Transport (EDIFACT – Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport) sorgt dafür, dass in einer EDI-Nachricht jedes Informationssegment an einer genau definierten Stelle steht. Es gibt für nahezu alle Transaktionen innerhalb der Prozesskette eines Handelsunternehmens den passenden EANCOM-Nachrichtenstandard – für Bestellungen zum Beispiel das Format ORDERS, für die Ankündigung der Lieferung das Format DESADV, für die Rechnung das Format INVOIC. Insgesamt gibt es über 40 international gültige EANCOM-Nachrichtenarten, die die Geschäftsprozesse zwischen Handel und Industrie abbilden.
(Electronic Data Interchange
EAN-Standards
Weltweit gültige, überschneidungsfreie Nummern- und Kodiersysteme zur eindeutigen Identifizierung von Waren, Dienstleistungen und Unternehmen. Auch als EAN/UCC-Systeme bezeichnet. Spezifische logistische Informationen wie zum Beispiel Artikelbeschreibungen und Eigenschaften von Versandeinheiten werden durch EAN-Standards nummerisch verschlüsselt und maschinell lesbar gemacht. Die Informationen werden entweder als Strichcodes auf Artikeln oder Verpackungen dargestellt oder für die elektronische Kommunikation
(Electronic Data Interchange (EDI)
) in eine spezielle Nachrichtensprache (EANCOM
) übersetzt. Die EAN-Standards bestehen im Kern aus drei großen Nummern- und Kodiersystemen: der Europäischen Artikelnummer EAN bzw.Global Trade Item Number (GTIN)
zur einheitlichen Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen, der Internationalen bzw. Globalen Lokationsnummer (Global Location Number (GLN)
) zur Identifizierung von Unternehmen oder Unternehmensteilen sowie der Nummer der Versandeinheit
oder Serial Shipping Container Code (SSCC) zur Identifikation von Transport- und Lagereinheiten wie beispielsweise Paletten. Diese einheitlichen, weltweit gültigen Nummernsysteme ersetzen in der Geschäftskommunikation die kostspielige und fehleranfällige Übertragung von Adressen, Artikelbeschreibungen oder sonstigen Detailinformationen.
(Electronic Data Interchange (EDI)
ECR D-A-CH
Gemeinsames ECR-Kompetenznetzwerk der Unternehmen der Konsumgüterwirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel von ECR D-A-CH ist es, unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse im Sinne von
Efficient Consumer Response (ECR)
zu optimieren.
Efficient Consumer Response (ECR)
ECR Deutschland
Deutsche ECR-Initiative, die den Einsatz von Efficient Consumer Response (ECR)
-Maßnahmen fördert. In zahlreichen Projekten arbeitet ECR Deutschland gemeinsam mit Vertretern von Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen an Verbesserungen für logistische Prozesse. Die Ergebnisse veröffentlicht die Initiative als Prozessvereinbarungen und Anwendungsempfehlungen, an denen sich der gesamte Markt orientieren kann. Der Startschuss für die deutsche ECR-Initiative fiel im Mai 1995. Sie nahm kurze Zeit später unter den Namen ECR Deutschland ihre Arbeit auf – unter dem Dach der Centrale für Coorganisation (CCG)
, heute: GS1 Germany
. ECR Deutschland kooperiert mit einer Vielzahl weiterer Organisationen, etwa mit der ECR Europe
und der Global Commerce Initiative (GCI)
.
ECR Europe
Europäische ECR-Initiative, die sich dafür einsetzt, dass möglichst viele Unternehmen ihre Geschäftsabläufe im Sinne von Efficient Consumer Response (ECR)
optimieren. ECR Europe arbeitet eng mit den nationalen ECR-Initiativen zusammen, beispielsweise mit der ECR Deutschland
.
ECR-Umsetzungsinitiative
Eine von ECR Deutschland
ins Leben gerufene Initiative, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) bei der Optimierung von Geschäftsprozessen helfen soll. ECR Deutschland bietet ihnen beispielsweise Workshops an, bei denen Experten die zentralen Bausteine von Efficient Consumer Response (ECR)
erläutern. Dabei wird zum Beispiel aufgezeigt, wie ein Unternehmen Schritt für Schritt vorgehen muss, um ECR-Maßnahmen in die Praxis umzusetzen.
EDI classic
Eine von drei Möglichkeiten für Lieferanten, mit der METRO Group elektronische Daten auszutauschen
(Elektronischer Datenaustausch
). Die Geschäftspartner erstellen Bestellungen oder Rechnungen im eigenen EDV-System und legen sie in einem hausinternen Dateiformat ab. Ein so genanntes EDI-Gateway (Konverter) wandelt die Dateien in das Standardformat EANCOM
um. Diese EANCOM-Nachrichten tauschen die Geschäftspartner dann über ein Mailbox-System oder via Internet aus. EDI-TradePortal
, METRO Group EDI Center (MEC)
.
(Elektronischer Datenaustausch
EDIFACT
Auch UN/EDIFACT. Von der United Nations Economic Commission for Europe
definierte, internationale, branchenübergreifende Norm für den Elektronischen Datenaustausch
. EANCOM
.
EDI Process Manager
Der EDI Process Manager automatisiert und vereinfacht die Berichte der METRO Group zur Umsetzung von EDI
bei Vertriebsmarken und Geschäftspartnern. Darüber hinaus zeigt er die Aktivitäten je Lieferant, Vertriebsmarke und Land im Intranet der METRO Group an.
EDI-TradePortal
Anwendung zum Elektronischen Datenaustausch
via Internet für Lieferanten, auch Web-EDI genannt. Diese können sich mit Benutzernamen und Passwort in dem Portal anmelden und online Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen nach Handelspartnern sortieren, versenden und ablegen.
Efficient Consumer Response (ECR)
Gemeinsame Initiative von Handels-, Hersteller- und Dienstleistungsunternehmen mit dem Ziel, die Erwartungen und Bedürfnisse der Konsumenten bestmöglich und auf effiziente Weise zu erfüllen. ECR betrachtet Geschäftsprozesse über die gesamte Wertschöpfungskette vom Zulieferer über den Hersteller bis zum Handelsunternehmen und zum Konsumenten. Durch die Optimierung von zum Beispiel der Warenverfügbarkeit oder des Lagermanagements sollen einerseits die Kundenzufriedenheit und andererseits die Wertschöpfung gesteigert werden.
Die ECR-Strategie unterscheidet dabei Maßnahmen auf der Supply Side
(Versorgungsseite) und der
Demand Side
(Nachfrageseite). Auf der Supply Side steht der Effiziente Warenfluss
im Vordergrund, auf der Demand Side sind es die Themen Effiziente Verkaufsförderung
, Effiziente Produkteinführung
und Effiziente Sortimentsgestaltung
.
Die ECR-Strategie unterscheidet dabei Maßnahmen auf der Supply Side
Demand Side
Efficient Unit Loads (EUL)
Standardisiertes System zur Gestaltung des wirtschaftlichen Einsatzes von Verpackungen und Transporteinheiten wie beispielsweise Paletten. Effizient sind Unit Loads dann, wenn alle Komponenten entlang der Prozesskette – also Verpackungen, Paletten, Regale, Lkw-Ladeflächen, Laderampen, Wareneingangs- und -ausgangstore sowie Lager- und Warenumschlagplätze – optimal aufeinander abgestimmt sind. Durch EUL können Industrie und Handel ihre Logistikkosten deutlich senken. Voraussetzung dafür ist die Anwendung so genannter EUL-Standards.
Sie definieren zum Beispiel die Anforderungen an die Beschaffenheit und den Einsatz von Einwegtransportverpackungen. Diese sollen bestimmte Abmessungen besitzen, um die Flächen auf der Transportpalette oder im Lager- und Verkaufsregal optimal ausnutzen zu können. Auch für
Mehrwegtransportverpackungen
wie Paletten, Kästen oder Steigen gibt es spezifische EUL-Standards. Ein Beispiel ist die so genannte Europalette.
Sie definieren zum Beispiel die Anforderungen an die Beschaffenheit und den Einsatz von Einwegtransportverpackungen. Diese sollen bestimmte Abmessungen besitzen, um die Flächen auf der Transportpalette oder im Lager- und Verkaufsregal optimal ausnutzen zu können. Auch für
Mehrwegtransportverpackungen
Effiziente Produkteinführung (EPI)
Englisch: Efficient Product Introduction. Zusammenarbeit von Handel und Herstellern mit dem Ziel, die Einführung neuer Produkte gemeinsam zu planen und durchzuführen, um die bestmögliche Akzeptanz bei den Verbrauchern zu erreichen.
Effiziente Sortimentsgestaltung
Englisch: Efficient Assortment (EA). Zusammenarbeit von Handel und Herstellern bei der Planung und Präsentation des Sortiments. Ziel ist es, die zur Verfügung stehende Verkaufsfläche eines Markts so effizient wie möglich zu nutzen.
Effiziente Verkaufsförderung (EP)
Englisch: Efficient Promotion. Zusammenarbeit von Handel und Herstellern bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Verkaufsförderung. Ziel ist es, diese effizienter auf die Konsumentenbedürfnisse auszurichten.
Effizienter Warenfluss (ER)
Englisch: Efficient Replenishment. Zusammenarbeit von Handel und Herstellern mit dem Ziel, den Warenfluss vom Hersteller bis hin zum Verbraucher mit weniger Handling und Unterbrechungen zu gestalten und durch Informationsfluss zwischen den Partnern mittels
EDI
zu verbessern.
EDI
Elektronische Preisauszeichnung (ESL)
Englisch: Electronic Shelf Labeling (ESL). Preisauszeichnung an den Verkaufsregalen mithilfe elektronischer Preisschilder (LC-Displays). Sie werden unter Nutzung des lokalen Funknetzes (Wireless LAN
) über ein Preisverwaltungssystem gesteuert, das mit dem Kassensystem verbunden ist. Preisänderungen werden automatisch auf das Display am Regal und gleichzeitig an die Kasse gesendet. Damit sind die Preisauszeichnungen stets aktuell und mit denen an der Kasse identisch.
Elektronischer Datenaustausch (EDI)
Englisch: Electronic Data Interchange. Übermittlung strukturierter Daten mittels festgelegter Nachrichtenstandards von einem Computer zum anderen. Damit EDI funktioniert, müssen die Kommunikationspartner ihre Nachrichten in einer einheitlichen Sprache formulieren. Daher hat die United Nations Economic Commission for Europe 1987 eine weltweit branchenübergreifende Norm definiert: EDIFACT
(Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport). Der in der Konsumgüterwirtschaft am häufigsten verwendete EDIFACT-Anwendungsstandard ist EANCOM
. Per EDI übertragene Daten können automatisch weiterverarbeitet werden. Mithilfe von EDI optimieren Unternehmen ihre Geschäftsprozesse sowie die Kommunikation mit ihren Geschäftspartnern deutlich.
Elektronischer Produktcode (EPC)
Englisch: Electronic Product Code. Nummer zur eindeutigen Identifikation von einzelnen Artikeln und Versandeinheiten in der Prozesskette. Der Electronic Product Code setzt sich zusammen aus der
EAN-Artikelnummer
und einer neunstelligen Seriennummer. Die Verbindung dieser beiden Nummern liefert nicht nur Produktdaten – wie zum Beispiel Marken- oder Herstellerbezeichnung –, sondern macht darüber hinaus jeden einzelnen Artikel eines Herstellers unverwechselbar. Dadurch lässt sich der Weg der Ware innerhalb der Prozesskette lückenlos nachvollziehen. Trägertechnologie für den EPC ist die Radiofrequenz-Identifikation (RFID). Der EPC wird auf dem so genannten RFID-Transponder
gespeichert. Das ist ein mit einer Miniaturantenne versehener Chip, der in der Regel in ein Etikett eingebettet ist. RFID-Transponder – auch Smart Chips genannt – können ohne Sichtverbindung von einem computergesteuerten Gerät (RFID-Reader
) gelesen werden. Wenn ein Unternehmen auf EPC-Daten zugreifen will, muss es – neben RFID-Lesegeräten – ein spezielles System aus Software- und Servertechnologien nutzen. Dieses System wird als EPC-Netzwerk
bezeichnet. Der EPC wird von der Organisation EPCglobal
weiterentwickelt und im Markt etabliert.
EAN-Artikelnummer
Elektronisches Werbedisplay
Elektronische Werbedisplays informieren mit Standbildern und Videoanimationen aktuell und schnell über Produkte und Sonderangebote. Platziert sind sie ebenso wie die Kiosksysteme in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Produktgruppen.
Enabling Technologies
Ermöglichende Technologien. Weltweit etablierte Identifikations- und Kommunikationsstandards wie die Global Trade Item Number (GTIN)
und das einheitliche EANCOM-Nachrichtenformat
für den Elektronischen Datenaustausch (EDI). Sie sind die Basis für ECR-Prozesse
und werden daher häufig auch als Basistechnologien bezeichnet.
Entry Level Scorecard
Einsteigerversion der Global Scorecard
, einem Bewertungsmodell, mit dem Unternehmen den Umsetzungsstand ihrer Aktivitäten im Bereich Efficient Consumer Response (ECR)
messen können. Mit der Entry Level Scorecard können grundlegende ECR-Prozesse bewertet werden. Sie enthält 52 Fragen zu drei zentralen Themenfeldern: Erstens: Readiness, also der Grad an Bereitschaft, ECR im Unternehmen umzusetzen. Zweitens: Consumer Focus, also das erreichte Maß an Kundenorientierung. Drittens: die Effizienz des operativen Geschäfts. Intermediate Level Scorecard
, Compliance Scorecard
, Full Global Scorecard
.
EPCglobal
Internationale Organisation, die sich mit Standards
für die Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
beschäftigt. Ziel von EPCglobal ist es, den Elektronischen Produktcode (EPC)
weiterzuentwickeln und im Markt zu etablieren. Der EPC bildet als Datenstandard eine zentrale Voraussetzung dafür, dass sich die RFID-Technologie international einheitlich nutzen lässt. Eingebettet ist der EPC in das EPC-Netzwerk
. Entwickelt wurde die EPC-Technologie vom Auto-ID Center icon name="generic-2arrows-red" />, einer wissenschaftliche Organisation am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA. EPCglobal wird heute von vier Auto-ID Labs
unterstützt.
EPC Information Services (EPCIS)
Teil der Systemarchitektur der RFID-Technologie und Komponente innerhalb des EPC-Netzwerks
. Das Computersystem EPC Information Services (EPCIS) sendet die Beschreibung des Produkts an das Endgerät, das eine Anfrage an das EPC-Netzwerk gestartet hat. Dafür nutzt das System eine spezielle Sprache: die Physical Markup Language
.
EPC-Netzwerk
Spezielle Systemarchitektur, mit deren Hilfe ein Anwender auf den Elektronischen Produktcode (EPC)
zugreifen kann, um weitere Informationen über die entsprechende Ware oder Versandeinheit zu erhalten. Das EPC-Netzwerk stellt also die Verbindung zwischen dem EPC und den dazugehörigen Daten her. Zum EPC-Netzwerk gehören, neben dem EPC selbst, folgende Komponenten: RFID-Lesegerät
, Referenzsoftware und Object Naming Service (ONS)
. Die einzelnen Komponenten des EPC-Netzwerks übernehmen folgende Funktionen: Das Lesegerät „fragt“ den RFID-Transponder
nach dem EPC und leitet ihn dann an die Referenzsoftware weiter. Die Referenzsoftware bildet das Rückgrat des EPC-Netzwerks. Sie verarbeitet und filtert die vom Lesegerät kommenden Daten und leitet sie an Anwendungssysteme weiter – beispielsweise an einen Computer im Wareneingang eines Lagers. Beim Object Naming Service (ONS) handelt es sich um eine Datenbank, in der zu jedem EPC eine Internetadresse hinterlegt werden kann. Unter dieser Adresse kann die Referenzsoftware detaillierte Produktinformationen abrufen. Eine weitere Komponente des EPC-Netzwerkes bildet die Physical Markup Language (PML)
, ein standardisiertes Übertragungsformat, das die Produktinformationen einheitlich darstellt und sendet.
European Radiocommunications Office (ERO)
Eine von zwei ausgegliederten Abteilungen der European Conference of Postal and Telecommunications Administrations (CEPT), die an der Entwicklung von Standards und Richtlinien für die Nutzung der
Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
beteiligt ist.
Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
European Telecommunications Standards Institute (ETSI)
Eine von zwei ausgegliederten Abteilungen der European Conference of Postal and Telecommunications Administrations (CEPT), die an der Entwicklung von Standards und Richtlinien für die Nutzung der
Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
beteiligt ist.
Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
Everywhere Display
Beamer, der ein Bild auf den Boden vor dem Regalstandplatz eines Produkts projiziert. Erleichtert dem Kunden die Suche.
Exceptions
Exceptions sind so genannte Prüfgründe, die SAF Superwarehouse
– eine Spezialsoftware für die automatische Lagerdisposition – als Warnmeldungen anzeigt, wenn Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Ein häufiger Prüfgrund ist beispielsweise die Gefahr einer Out-of-Stock-Situation, also einer Bestandslücke.
Facing
Anzahl der im Regal frontal sichtbaren Verkaufseinheiten, unabhängig davon, in welcher Reihe (Tiefe) oder in welcher Lage (Höhe) diese angeordnet sind. Planogramm
.
Fahrbares Warenwirtschaftssystem
Auf einem Rollwagen installierter Computer, der drahtlos per Funk mit dem Zentralrechner eines Markts in Verbindung steht. Das fahrbare Warenwirtschaftssystem ermöglicht es, sämtliche Funktionen der Warenwirtschaft von jedem Ort des Markts oder Lagers aus mobil durchzuführen.
Full Global Scorecard
Version der Global Scorecard
, einem Bewertungsmodell, mit dem Unternehmen den Umsetzungsstand ihrer Aktivitäten im Bereich Efficient Consumer Response (ECR)
messen können. Sie stellt die umfassendste Erfolgskontrolle von ECR-Maßnahmen dar. Alle vier ECR-Dimensionen werden in der Full Global Scorecard berücksichtigt: das Demand Management (Demand Side
), das Supply Management (Supply Side
), die Enabling Technologies
und die Integratoren
. Darüber hinaus enthält die Full Global Scorecard eine Reihe von Kennzahlen: die Key Performance Indicators (KPIs)
, mit denen die Effizienz einzelner Prozesse identifiziert werden kann – etwa die Höhe des Servicelevels und die Qualität von Rechnungen – sowie die Implementation Measures
wie beispielsweise die Lieferpünktlichkeit und die Warenverfügbarkeit oder der Umsetzungsgrad von Standards
.
Future Card
Die Karte wird an Kunden ausgegeben, die regelmäßig im Future Store
einkaufen und ist eine Art Schlüssel für den PSA. Zudem ermöglicht sie die Teilnahme am Payback-Bonussystem.
Future Store
Zukunftswerkstatt der METRO Group Future Store Initiative
. Im Future Store testet die METRO Group gemeinsam mit Partnern unter realen Bedingungen Einsatz und Zusammenspiel verschiedener neuer Schlüsseltechnologien wie zum Beispiel die Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
sowie Technikanwendungen wie den Persönlichen Einkaufsberater (PSA)
, Info-Terminals
, Intelligente Regale
, den Personal Digital Assistant (PDA)
, die
Intelligente Waage
, die Elektronische Preisauszeichnung (ESL)
und die Selbstzahlerkasse
. Ziel ist es, den Konsumenten einen bequemeren, individuelleren und schnelleren Einkauf zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen Prozessabläufe wie Bestellungen, Lagerung und Transport optimiert werden.
Intelligente Waage
Global Commerce Initiative (GCI)
Von Handelsunternehmen und Herstellern gegründete Einrichtung, die Empfehlungen für einheitliche Standards und logistische Prozesse erarbeitet. Ihre Empfehlungen leitet sie an die Standardisierungsorganisation GS1
weiter. Ziel der in der GCI zusammengeschlossenen Mitgliedsunternehmen ist es, technische und kommunikative Barrieren in der Versorgungskette abzubauen, damit der Warenfluss ungehindert fließen kann. Die GCI wird durch acht Organisationen gefördert, welche die Interessen von mehr als einer Million Unternehmen weltweit repräsentieren.
Global Location Number (GLN)
Weltweit gültiger EAN-Standard
zur eindeutigen Identifizierung von Unternehmen bzw. physischen, funktionalen oder rechtlichen Einheiten von Unternehmen und/oder Unternehmensteilen wie zum Beispiel Läger oder Wareneingangsrampen.
Global Scorecard
Standardisiertes internetbasiertes Tool, mit dem sich der Umsetzungsgrad von Methoden, Standards und Technologien im Rahmen von Efficient Consumer Response (ECR)
international einheitlich messen lässt. Auf diese Weise können Unternehmen erkennen, bei welchen ECR-Prozessen sie noch Optimierungsbedarf haben und wie sie diesbezüglich im internationalen Wettbewerbsumfeld abschneiden. Es existieren vier verschiedene Typen der Global Scorecard, die unterschiedlich umfangreich sind und sich an den jeweiligen Zielen eines Unternehmens sowie an seinen Erfahrungen mit ECR orientieren: die Entry Level Scorecard
, die Intermediate Level Scorecard
, die
Compliance Scorecard
und die Full Global Scorecard
.
Compliance Scorecard
Global Trade Item Number (GTIN)
International abgestimmte, weltweit einheitliche und überschneidungsfreie 8-, 13- oder 14-stellige Artikelnummer für Produkte und Dienstleistungen. Sie bildet die Grundlage für den Einsatz der Scannertechnologie und erleichtert wesentlich die elektronische Kommunikation. Nach dem Zusammenschluss der Standardisierungsorganisationen
EAN International
und Uniform Code Council (UCC)
ersetzt die Bezeichnung GTIN sukzessive die Bezeichnungen Europäische Artikelnummer (EAN)
und Universal Product Code (UPC)
.
EAN International
GS1
Global Standards One. Zusammenschluss der Standardisierungsorganisationen EAN International
und
Uniform Code Council (UCC)
. Gegründet wurde GS1 im Januar 2004, um die existierenden EAN- und UCC-Standards
durch ein weltweit einheitliches, branchenübergreifendes Nummerierungssystem zu ersetzen. Seit Januar 2005 treten EAN International und UCC nur noch unter dem neuen Namen GS1 auf. GS1 hat 103 Mitgliedsorganisationen in 101 Ländern.
Uniform Code Council (UCC)
GS1 Germany
Deutsche Mitgliedsorganisation von GS1
, früher Centrale für Coorganisation (CCG)
. Eine der wesentlichen Aufgaben von GS1 Germany ist es, einheitliche Kommunikationsstandards wie die Global Trade Item Number (GTIN)
zwischen den Partnern in der Konsumgüterwirtschaft zu erarbeiten und zu etablieren. Darüber hinaus setzt sich GS1 Germany dafür ein, die logistischen Prozesse zwischen Handel und Industrie entsprechend der Prinzipien des Efficient Consumer Response (ECR)
-Konzepts zu gestalten.
GS1 US
Nordamerikanische Mitgliedsorganisation von GS1
. Früher unter dem Namen Uniform Code Council (UCC) bekannt. Die UCC verwaltete vor dem Zusammenschluss mit EAN International den UPC
, das US-amerikanische Pendant zur Europäischen Artikelnummer (EAN)
.
Handelsmarke
Geschützte Marke, die ein Handelsunternehmen unter bestimmten unverkennbaren äußeren Kennzeichen wie ein Name und oder ein Bildzeichen vertreibt. Synonym für Handelsmarke wird oft der Begriff „Eigenmarke“ verwendet.
I-Webstore
Webbasierte Warenwirtschaft
der METRO Group. Der I-Webstore soll zukünftig als Zentralrechner alle angegliederten Märkte über das Internet mit den nötigen Daten versorgen. Die METRO Group arbeitet daran, die Warenwirtschaft für alle Vertriebsmarken einheitlich über das Internet laufen zu lassen. Es ist also keine Installation von Warenwirtschaftssystemen in den einzelnen Märkten mehr erforderlich, sondern lediglich eine Internetverbindung zum Zentralrechner.
ILN-Stammdatenbank
Zentrale Datenbank zur Abbildung aller vergebenen Lokationsstammdaten unter der jeweiligen ILN
(Internationale Lokationsnummer
).
(Internationale Lokationsnummer
Implementation Measures
Spezifische Kennzahlen der Global Scorecard
. Sie stellen dar, in welchem Umfang ein Unternehmen die so genannten Enabling Technologies
– also beispielsweise EAN-Standards
oder der Elektronische Datenaustausch (EDI)
– bereits umgesetzt hat.
Info-Terminal
Fest installierter, interaktiver Computer im Future Store
, der dem Kunden jeweils zu einer bestimmten Produktgruppe umfassende Informationen bietet – von der Herstellung über Inhaltsstoffe und Preise bis hin zu Rezeptvorschlägen. Am Info-Terminal „Ei“ erfahren Kunden beispielsweise Wissenswertes über die Qualität- und die Herkunft von Eiern. Die Info-Terminals „Multimedia“ bieten den Kunden unter anderem die Möglichkeit, Musiktitel anzuhören und Filmtrailer anzusehen. Das Info-Terminal für die Produktgruppe „Wein“ ist mit dem so genannten
Everywhere Display
verbunden.
Everywhere Display
Integratoren
Geschäftsmodelle, die einzelne ECR-Prozesse zu einem Gesamtansatz verbinden. Ein Beispiel ist das Konzept
Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR)
. Es verknüpft Supply
- und Demand Side
miteinander und nutzt den Abverkauf am Point of Sale
als Impulsgeber für die gesamte Prozesskette. Die Integratoren bilden einen von vier Bausteinen der Efficient Consumer Response (ECR)
-Strategie.
Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR)
Integrierte Bestellmanagement-Systeme
Englisch: Integrated Purchase Order Management Systems (POM). Computeranwendungen zur Abwicklung von administrativen Bestelloperationen vom Auftragseingang bis zur Rechnungsstellung und der Vorbereitung des Versands. Mit Integrierten Bestellmanagement-Systemen können Handelsunternehmen artikelbezogene Auftragsdaten wie die Artikelnummer, Informationen zu geplanten Werbeaktionen oder Preise zusammenstellen und vorab bestätigen. Sie übermitteln die Aufträge elektronisch via Elektronischen Datenaustausch
an den Hersteller und aktualisieren die Zahlungssysteme.
Intelligentes Regal
Verkaufsregal, das auf Basis der Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
automatisch erfasst, wenn ein Produkt entnommen oder falsch eingestellt wird. Die Böden des Intelligenten Regals sind mit RFID-Lesegeräten
ausgestattet. Wird ein Artikel entnommen oder eingeräumt, der mit einem RFID-Transponder
ausgestattet ist, erkennt das Regal die Veränderung und aktualisiert sofort die Bestandsdaten im Warenwirtschaftssystem
. Sinkt der Warenbestand unter eine bestimmte Menge, erhalten die Mitarbeiter im Markt automatisch einen Hinweis auf ihren Personal Digital Assistant (PDA)
. So können die Produkte rechtzeitig nachgefüllt und Ausverkaufssituationen vermieden werden. Das Intelligente Regal ist einer der innovativen Technikpunkte im
Future Store
.
Future Store
Intelligente Waage
Mit einer Digitalkamera und einer speziellen Bilderkennungssoftware ausgestattete Obst- und Gemüsewaage. Sie erkennt anhand von Oberflächenbeschaffenheit, Farbe, Größe und Wärmebild des Produkts automatisch die jeweilige Obst- oder Gemüsesorte, wiegt sie ab und druckt das entsprechende Preisetikett aus. Die Intelligente Waage kommt im Future Store
zum Einsatz.
Intermediate Level Scorecard
Version der Global Scorecard
, einem Bewertungsmodell, mit dem Unternehmen den Umsetzungsstand ihrer Aktivitäten im Bereich Efficient Consumer Response (ECR)
messen können. Die Intermediate Level Scorecard umfasst insgesamt 95 Fragen zu den drei ECR-Basisstrategien Demand Management (Demand Side
), Supply Management (Supply Side
) und Enabling Technologies
. Diese drei Bausteine sind wiederum in mehrere Abschnitte gegliedert.
Internationale Lokationsnummer (ILN)
Englisch: International Location Number (ILN). Global Location Number (GLN)
.
International Procurement Coordination (IPC)
Department von Metro Cash & Carry International, das innerhalb der Vertriebsmarke für das Metro Article Pooling (MAP) zuständig ist. Die International Procurement Coordination (IPC) arbeitet eng mit der MGB METRO Group Buying
zusammen. Die MGB verantwortet als zentrale Einkaufsgesellschaft der METRO Group die konzernweite Steuerung des Metro-Article-Pooling-Prozesses.
International Telecommunications Union (ITU)
Die International Telecommunications Union (ITU) reguliert auf globaler Ebene die Nutzung von Radiofrequenzen und ist an der Entwicklung von Standards und Richtlinien für die Nutzung der Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
beteiligt.
INVOIC
Elektronisch erstellte Rechnung. Eine der Nachrichtenarten im EANCOM-Format
. Per INVOIC können Lieferanten und Handelsunternehmen Rechnungen auf elektronischem Weg austauschen (Elektronischer Datenaustausch
).
INVRPT
Abkürzung für Inventory Report – Lagerstandsbericht. Eine der Nachrichtenarten im EANCOM-Format
.
ISDN
Abkürzung für Integrated Services Digital Network, dienstintegriertes digitales Fernmeldenetz. Vorteile durch ISDN: Bessere Qualität durch größere Bandbreite (Telefon und Fax), schnellere Übertragung (Daten und Teletex).
Joint Scorecard
Eine Form der Intermediate Scorecard
. Sie kann von allen Vertriebsmarken der METRO Group gemeinsam mit Geschäftspartnern ihrer Wahl eingesetzt werden, um Verbesserungspotenziale in ihrer Zusammenarbeit zu erschließen.
Key Account Manager
Betreuer von Haupt- oder „Schlüssel“-Kunden eines Unternehmens. Sie erstellen Kundenentwicklungspläne und betreiben strategisches Kundenmarketing. Die METRO Group arbeitet eng mit Key Account Managern ihrer Lieferanten zusammen, beispielsweise um gemeinsam Warenbestände zu planen, zu prognostizieren und zu steuern (Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment, CPFR
).
Key Performance Indicators (KPIs)
Kennzahlen, mit denen die Effizienz von internen, externen und unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen und das Erreichen von Geschäftszielen beurteilt werden kann. Neben einer Reihe weiterer Kennzahlen sind sie Bestandteil der Full Global Scorecard
und der Compliance Scorecard
. Sie geben zum Beispiel Auskunft über die Qualität des Services oder der Rechnungsstellung.
Konverter
System zur Übersetzung von Nachrichten sowohl von einem Standard in das entsprechende Inhouse-Format
als auch umgekehrt von einem Inhouse-Format in einen entsprechenden Standard zur Nachrichtenübermittlung.
Kooperationen, horizontal / vertikal
Horizontale Kooperationen: Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen auf einer Wertschöpfungsstufe, zum Beispiel von Logistik-Dienstleistern (Netzwerke).
Vertikale Kooperationen: Zusammenarbeit von Unternehmen auf unterschiedlichen Stufen der
Wertschöpfungskette
(vor- und nachgelagert), zum Beispiel Rohstofflieferant, Hersteller von Produktteilen, Hersteller von Halb- und Fertigprodukten, Logistik-Dienstleister, Handel.
Vertikale Kooperationen: Zusammenarbeit von Unternehmen auf unterschiedlichen Stufen der
Wertschöpfungskette
Kundensegmente
Die METRO Group unterscheidet verschiedene Formen von Kundensegmenten, zum Beispiel Segmente mit einem Umfang von mehreren hunderttausend Kunden für breit angelegte Kampagnen sowie kleinere Segmente, die auf ein zielgerichtetes Angebot ausgerichtet sind.
Labeling
Anbringen eines Etiketts, das logistische Informationen trägt, zum Beispiel die Nummer der Versandeinheit
.
Lagereinheit
Logistischer Begriff für einen Artikel oder eine Versandeinheit wie zum Beispiel eine Palette, die Lagerplatz beansprucht.
Langsamdreher
Logistischer Begriff für Artikel, die eine geringe Umschlagshäufigkeit (Umschlag
) haben, das heißt im Vergleich mit anderen Produkten nicht so häufig verkauft werden und daher längere Zeit Regalplatz beanspruchen.
Liefereinheit
Physische Einheit, die für einen Liefervorgang gebildet wird und während des Liefervorganges nicht aufgelöst werden darf. Eine Liefereinheit kann zum Beispiel ein Kleinladungsträger, eine Gitterbox oder ein anderer Behälter mit Ware und ggf. Hilfspackmitteln sein.
Lieferkette
Weg, den die Ware vom Hersteller über Zwischenhändler oder Zwischenläger bis zum Einzel- oder Großhändler zurücklegt. Die Planung und Kontrolle der Lieferkette nennt man Logistik
.
Der Handel ist bestrebt, die Lieferkette möglichst zu verkürzen sowie Lieferpünktlichkeit und -qualität zu optimieren. Auch der Gesetzgeber stellt klare Anforderungen an die Transparenz der Lieferkette (EU-Verordnung 178/2002, Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln
). Eine innovative Technologie, die zu erheblichen Effizienzsteigerungen bei der Planung und Kontrolle der Lieferkette führt, ist die Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
.
Der Handel ist bestrebt, die Lieferkette möglichst zu verkürzen sowie Lieferpünktlichkeit und -qualität zu optimieren. Auch der Gesetzgeber stellt klare Anforderungen an die Transparenz der Lieferkette (EU-Verordnung 178/2002, Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln
Logistik
Warenstrommanagement. Die Logistik ist ein wesentlicher Teil der Wertschöpfungskette in einem Handelsunternehmen. Mittels einer durchdachten Steuerung der Warenströme können Transport- und Lagerkosten gesenkt werden.
Logistiknachrichten
Oberbegriff für EANCOM-Nachrichtenarten
, die Instruktionen oder Informationen in Bezug auf Artikel und Mengen enthalten. Beispiele: DESADV
, RECADV, PRICAT
, INVRPT
, PARTIN.
Marktanteil
Prozentualer Anteil der Absatzmenge oder des Umsatzes einer Marke oder eines Unternehmens im definierten Gesamtmarkt.
Marktpotenzial
Größtmögliche Aufnahmefähigkeit des Marktes für ein bestimmtes Produkt in einem bestimmten Zeitraum bzw. maximal zu erreichender Umsatz oder Absatz für das Produkt.
Marktwachstum
Grad der positiven Veränderung der Marktgröße in Prozent oder absoluten Werten bezogen auf eine Vergleichsperiode.
Mehrwegtransportverpackung (MTV)
Mehrmals verwendbare Verpackung, die im Allgemeinen im Leih- und Rückgabeverkehr benutzt bzw. gegen Pfand abgegeben wird. Beispiele sind bepfandete und nicht bepfandete Paletten, Getränkekästen, wiederverwertbare Steigen und Boxen.
Metro Data Warehouse
Das zentrale Informationssystem in Metro Link
für Lieferanten der METRO Group. Die Partner des Konzerns können hier online in einem passwortgeschützten Bereich des Internets tagesaktuelle Point-of-Sale
-, Bestands- und Wareneingangsdaten zu ihren Artikeln abrufen, beispielsweise gelieferte und verkaufte Stückzahlen, Lagerbestände in einzelnen Märkten oder offene Bestellungen. Die Anwendung hilft dem Konzern dabei, Prozesskosten zu senken und die Reaktionsgeschwindigkeit der Lieferanten zu erhöhen.
METRO Group Advertising GmbH
Zentrale Gesellschaft der METRO Group für die Beschaffung, Abwicklung und Koordination von Werbedienstleistungen. Mit ihrer Arbeit verfolgt die METRO Group Advertising GmbH das Ziel, Volumina zu bündeln, internationale Markttransparenz herzustellen und ein hohes Qualitätsniveau international zu etablieren.
METRO Group EDI Center (MEC)
Von der METRO Group entwickeltes Tool für den Elektronischen Datenaustausch (EDI)
, auch Web-EDI genannt. Handelspartner des Konzerns können damit online Daten mit der METRO Group austauschen. Die Lieferanten erfassen beispielsweise ihre Rechnungen in MEC oder übertragen sie direkt im ASCII-Format (Amerikanischer Standardcode für Informationsaustausch). Handelspartner des Konzerns können damit online Daten mit der METRO Group austauschen. Die Lieferanten erfassen beispielsweise ihre Rechnungen in MEC oder übertragen sie direkt im ASCII-Format. Ein Konverter in der METRO Group erstellt dann aus der ASCII-Datei das international standardisierte EDIFACT-Format
und sendet die Rechnungsbelege an die MGP METRO Group Account Processing. Umgekehrt werden die EDI-Dateien des Handelsunternehmens den Industriepartnern zur Verfügung gestellt. Diese können sich die Informationen ausdrucken oder im ASCII-Format in ihrem EDV-System ablegen.
METRO Group EDI Portal (jetzt Metro Link)
Eigenes Internetportal der METRO Group mit umfassenden Informationen zum Thema Elektronischer Datenaustausch (EDI)
. Das Portal bietet Lieferanten drei Möglichkeiten an, um mit der METRO Group Daten auf elektronischem Weg auszutauschen: EDI classic
, METRO Group EDI Center
und EDI-TradePortal
. Die Funktionen des Metro Group EDI Portals sind in das Lieferantenportal Metro Link integriert worden. Damit wird Metro Link zu einer einheitlichen Anlaufstelle für Lieferanten.
METRO Group Future Store Initiative
Kooperation der METRO Group mit SAP, Intel, IBM und T-Systems sowie weiteren Partnerunternehmen aus den Bereichen Informationstechnologie und Konsumgüterindustrie. Sie verfolgt das Ziel, den nationalen und internationalen Modernisierungsprozess im Handel voranzutreiben. Die Initiative versteht sich als Plattform für technische und prozessuale Entwicklungen und Innovationen im Handel. Im Rahmen der METRO Group Future Store Initiative werden heute bereits Technologien und technische Systeme in der Praxis getestet und weiterentwickelt. Langfristig sollen weltweit einheitlich umsetzbare Standards für den Handel entworfen werden. Wichtigstes Projekt der Initiative ist der Future Store
.
Metro Link
Lieferantenportal der METRO Group. Metro Link vereint vielfältige Informations- und Analysetools, mit deren Hilfe sich übergreifende Prozesse optimieren lassen. Eine zentrale Anwendung ist das Metro Data Warehouse
. Hier können Lieferanten per Internet detaillierte tagesaktuelle Stamm- und Bewegungsdaten ihrer Artikel abrufen. Mit Metro Link will die METRO Group die Kommunikation und Zusammenarbeit mit ihren Handelspartnern entlang der Lieferkette verbessern und eine optimale Warenversorgung sicherstellen.
MGB METRO Group Buying
Zentrale Einkaufsgesellschaft der METRO Group. Die MGB METRO Group Buying GmbH ist national und international für die Beschaffung von Food- und Nonfood-Waren zuständig. Sie analysiert, bündelt und verhandelt Beschaffungsvolumina mit den Lieferanten und arbeitet dabei in enger Abstimmung mit den Vertriebsmarken der METRO Group.
MGI METRO Group Information Technology
Zentraler Informatikdienstleister der METRO Group. Zu den Aufgaben der MGI METRO Group Information Technology GmbH gehören die Systementwicklung und -beratung, der Betrieb von Rechenzentren, die Erbringung von Netzwerkservices und die Koordination der Informatikstrategie des Konzerns. Die MGI hat das web-basierte
Warenwirtschaftssystem
der METRO Group entwickelt und ist unter anderem zuständig für die Logistik-, E-Commerce-, Führungsinformations- und Archivierungssysteme im Konzern.
Warenwirtschaftssystem
MGL METRO Group Logistics
Logistisches Service- und Kompetenzcenter der METRO Group. Die METRO Group Logistics GmbH steuert weltweit die Warenströme der zur METRO Group gehörenden Unternehmen. Sie verantwortet den reibungslosen Transport und die Verteilung von täglich mehr als 1,2 Millionen Verpackungseinheiten auf die mehr als 2.300 Märkte der METRO Group in 29 Ländern. Grundlage ihrer Arbeit ist ein von ihr entwickeltes Beschaffungslogistikkonzept: Die MGL organisiert die Abholung der für die Metro-Vertriebsmarken bestimmten Waren beim Hersteller und steuert die unmittelbare Lieferung in die einzelnen Märkte. Eine Zwischenlagerung des Transportgutes entfällt dabei. Dadurch können Lagerhaltungskosten reduziert werden. Zudem sinkt die Zahl der Liefervorgänge an den Laderampen der Märkte, wodurch ebenfalls Einsparungen bei den Vertriebsmarken erreicht werden.
Mindestfacings
Vorgeschriebene Mindestzahl von Facings
im Verkaufsregal. Im Zuge des Regalmanagements
der METRO Group dürfen die Verantwortlichen im Markt die Facings individuell anpassen – solange sie eine vorgeschriebene Mindestzahl der Facings nicht unterschreiten. Lautet die Vorgabe beispielsweise „drei Facings“, müssen mindestens drei der entsprechenden Artikel nebeneinander platziert werden.
MMS-CAT
Zentraler Datenpool, den die METRO Group nutzt, um Artikelstammdaten
mit ihren Lieferanten auszutauschen. Die Abkürzung MMS-CAT steht für Metro Merchandising System-Catalog. Mithilfe von MMS-CAT lassen sich sämtliche Stammdaten schnell und unkompliziert vom Lieferanten an die METRO Group senden und dort verwalten. Der Datenpool MMS-CAT hat eine große Bedeutung für die Sortimentsbildung
, also die Zusammenstellung des Warenangebots durch den Einkauf des Konzerns.
MMS Store
Warenwirtschaftssystem
der METRO Group auf Marktebene. MMS Store versorgt die Software SAF Superstore
ständig mit Daten wie beispielsweise Artikelstammdaten und Abverkaufszahlen. Aus diesem Dateninput prognostiziert SAF Superstore die Abverkäufe jedes einzelnen Artikels für einen festgelegten Zeitraum und erstellt auf dieser Basis Vorschläge für die optimalen Bestellmengen.
Mobiles Datenerfassungs-Gerät (MDE)
Handliches Lesegerät zum Einscannen der Nummer der Versandeinheit (NVE)
. Es ist eine technische Unterstützung zur Abwicklung des Wareneingangsprozesses
. Mithilfe des MDE scannt ein Mitarbeiter die NVE auf der Palette ein und ruft so den im Warenwirtschaftssystem gespeicherten Datensatz auf. Das MDE-Gerät zeigt nun alle Informationen an, die für eine vollständige und schnelle Annahme der Ware benötigt werden. Das mobile Datenerfassungsgerät erleichtert den Mitarbeitern in der Warenannahme so die Arbeit und beschleunigt den Prozess.
Nachrichtenstruktur
Die Struktur einer UN/edifact/EANCOM-Nachricht ist in die "Bausteine" Element, Elementgruppe und Segment eingeteilt. Das Datenelement als Grundbaustein ist vergleichbar mit einem Datenfeld und beinhaltet eine Information (Bestellnummer, Preis etc.). Die Elementgruppe ist eine Zusammenfassung von Datenelementen, die in einem sachlichen oder logischen Zusammenhang stehen. Das Segment wiederum ist eine Gruppe von Datenelementen und / oder Datenelement-Gruppen. Es ist vergleichbar mit einem Datensatz. Innerhalb eines Segments stehen Datenelemente und Datenelementgruppen immer in einer fest definierten Reihenfolge. Anhand ihrer Position im Segment können sie identifiziert werden. Die Zusammenfassung aller Segmente, die zu einem Geschäftsvorgang erforderlich sind, ist eine Nachricht. Die Nachricht wird durch die Angaben im Nachrichten-Kopfsegment (UNH) identifiziert. Sie wird mit dem Nachrichten-Endsegment (UNT) beendet.
Nummer der Versandeinheit (NVE)
Englisch: Serial Shipping Container Code (SSCC). International abgestimmte, einheitliche und weltweit überschneidungsfreie 18-stellige Nummer zur Kennzeichnung von Versandeinheiten
wie beispielsweise Paletten. Mit dieser Nummer ist jede Transporteinheit in der Logistikkette eindeutig und unverwechselbar identifizierbar, was insbesondere bei Rückrufaktionen von Vorteil ist. Visualisiert wird die NVE durch einen maschinenlesbaren Strichcode im EAN-128-Standard
, der auf einem Etikett an den Transportgebinden angebracht ist.
Object Naming Service (ONS)
Teil der Systemarchitektur der RFID-Technologie und Komponente innerhalb des EPC-Netzwerks
. Der Object Naming Service (ONS) ist eine Art Verzeichnis. Er wandelt den Elektronischen Produktcode (EPC)
in einen so genannten Uniform Resource Locator (URL) im Internet um. Die URL wird benutzt, um über eine Internet-Protocol-Adresse weitere Informationen über das Produkt, das Paket oder die Palette zu erhalten.
ORDERS
Nachrichtenart im EANCOM-Standard
. Sie definiert Format und Sprache der Warenbestellung per
Elektronischen Datenaustausch (EDI)
.
Elektronischen Datenaustausch (EDI)
ORDRSP
Abkürzung für Orders Response. Nachrichtenart im EANCOM-Standard
. Sie definiert Format und Sprache der Auftragsbestätigung per Elektronischen Datenaustausch (EDI)
.
Out-of-Stock-Rate
Anteil der Artikel eines Marktes oder einer Warengruppe, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gelistet, aber vergriffen sind.
Personal Digital Assistant (PDA)
Kleiner tragbarer Handheld-Computer, der mit Barcode-Lesegerät, Telefon- und Mailfunktion ausgestattet ist. Mit dem PDA, der auch Mobiler Assistent genannt wird, können die Mitarbeiter im Future Store
jederzeit den aktuellen Bestand in den Intelligenten Regalen
abfragen. Dafür müssen sie nicht jedes einzelne Regal prüfen, sondern können die Informationen aus dem Warenwirtschaftssystem
abrufen, auf das sie mit ihrem PDA Zugriff haben. Die Mitarbeiter erkennen so schneller, wenn Waren im Verkaufsraum oder im Lager des Future Stores zur Neige gehen. Sie können die Regale dann zeitnah auffüllen und Leerstände vermeiden. Für die Kunden bedeutet dies eine verlässlichere Warenverfügbarkeit.
Persönlicher Einkaufsberater (PSA)
Englisch: Personal Shopping Assistant (PSA). Kleiner, mobiler Computer mit Touchscreen und Barcode-Scanner, der sich am Einkaufswagen befestigen lässt. Der PSA kommt im Future Store
zum Einsatz. Das Gerät unterstützt den Kunden mit einer Vielzahl an Beratungs- und Informationsservices beim Einkauf. Mithilfe des PSA kann der Kunde Produkte zum Beispiel selbst scannen und ausführliche Informationen dazu abrufen, sich den Gesamtpreis der ausgewählten Produkte anzeigen lassen oder den Standort eines Artikels im Markt abfragen. An der Kasse verkürzt sich die Wartezeit, da die Preise für die gescannten Waren direkt an das Kassensystem gesendet werden. Der Kunde kann also bezahlen, ohne die Ware auf das Band legen zu müssen.
Pflegegruppe
Gruppe von Waren, die für eine bestimmte Auswahl von Märkten einer Vertriebsmarke der METRO Group das jeweilige Sortiment darstellen. Der Begriff wird im Zusammenhang mit dem Regalmanagement-System (RMS)
der METRO Group verwendet. Das RMS unterscheidet drei Arten von Warengruppen, für die Planogramme
erstellt werden: Pflegegruppen, Assortment-Groups
und Store-Groups
. Jede Pflegegruppe ist durch zwei Merkmale definiert: Erstens durch die Region, in der Regel eine der Großregionen Deutschlands – Ost, West, Nord, Süd oder Mitte –, und zweitens durch den so genannten Sortimentsbaustein
. Dieser definiert die Anzahl der Artikel innerhalb der Pflegegruppe. Pflegegruppen werden auch als Maintenance-Groups bezeichnet.
Physical Markup Language (PML)
Teil der Systemarchitektur der Radiofrequenz-Identifikation (RFID
) und Komponente innerhalb des
EPC-Netzwerks
. Die Physical Markup Language schafft ein einheitliches, standardisiertes Vokabular, zur Darstellung von Artikelinformationen, Paket- und Palettendaten. Diese Informationen benötigen Handelsunternehmen zum Beispiel im Lagermanagement und zur Rückverfolgung von Waren
. Erst durch das Zusammenspiel von Physical Markup Language (PML), RFID-Middleware,
Object Naming Service (ONS)
und den EPC Information Services (EPCIS)
werden die Vorteile von RFID für ein Unternehmen voll nutzbar.
EPC-Netzwerks
Planogramm
Auch Regalplan. Planogramme bilden die Regalgestaltung unter Berücksichtigung der benötigten Fläche und
Facings
je Artikel ab. Die METRO Group erstellt Planogramme im Rahmen ihres
Regalmanagement-Systems (RMS)
, dessen Herzstück die Software Spaceman
ist.
Facings
Regalmanagement-Systems (RMS)
Platzierungsrichtlinie
Einheitliche Regeln für die Warenpräsentation in Verkaufsregalen. Bei der METRO Group variieren die Platzierungsrichtlinien von Vertriebsmarke zu Vertriebsmarke. Grundsätzlich lassen sich Produkte beispielsweise nach marken- oder anwenderorientierten Kriterien zusammenfassen und präsentieren. Dabei ist die Perspektive des Kunden maßgeblich: Sucht er nach Produkten bestimmter Marken, etwa nach Fertigsuppen von Knorr oder Maggi? Oder sucht er bestimmte Anwendungen, etwa ein Hautpflegemittel oder Kosmetika für die Haare?
Point of Purchase (PoP)
Marketingbegriff für den Ort des Einkaufs (aus Sicht des Konsumenten), also der Markt oder der Verkaufsstand. Point of Sale
.
Point of Sale (PoS)
Marketingbegriff für den Ort des Verkaufs (aus Sicht des Anbieters), also der Verkaufsraum oder Marktstand.
Point of Purchase
.
Point of Purchase
PRICAT
Abkürzung für Price Catalogue. Nachrichtenart im EANCOM-Standard
. Sie definiert Format und Sprache der Preisinformation per Elektronischen Datenaustausch (EDI)
.
Promotion
Oberbegriff für alle temporären Maßnahmen des Marketings zur Förderung des Absatzes. Man unterscheidet beispielsweise folgende Promotionarten: Werbung per Handzettel, Anzeigen in Printmedien, Instore-Radio, Preisreduzierungen (Price-off), Events, Werbeaktionen am Point of Sale
.
Promotion Forecasting Engine (PFE)
Software zur Werbeplanung. Die PFE wertet die Ergebnisse vergangener Werbekampagnen aus und erstellt automatisch artikel- und marktbezogene Abverkaufsprognosen für künftige Werbeaktionen. Handelsunternehmen können zudem mithilfe der Software qualitativ hochwertige Bestellvorschläge automatisch erstellen. Darüber hinaus verbessern die Abverkaufsprognosen die Warenverfügbarkeit bei Werbeaktionen. Auch die Lieferanten profitieren von den Vorhersagen: Sie können ihre Lagerhaltung und Bestellungen effizienter gestalten.
Prozesskostenrechnung
Methode zur Ermittlung von Geschäftskosten. Mit der Prozesskostenrechnung lässt sich die Kostenwirkung einzelner Geschäftsvorgänge modellieren. Sie liefert den Handelspartnern dadurch Entscheidungsalternativen in Bezug auf den Ressourceneinsatz.
PROZEUS
Projekt von GS1 Germany
zur Förderung der E-Business-Kompetenz kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Ziel ist es, dem Mittelstand die Einführung integrierter Prozesse und Standards zu erleichtern, damit diese an globalen Beschaffungs- und Absatzmärkten teilnehmen können.
Quick Response (QR)
Bezeichnung dafür, eine Ware zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge und am richtigen Ort verfügbar zu haben oder verfügbar zu machen.
Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
Englisch: Radio Frequency Identification. Schlüsseltechnologie, die es ermöglicht, Waren berührungslos zu identifizieren und entlang der gesamten Prozesskette zu verfolgen und zu steuern (Intelligent Tagging). Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) erlaubt erstmals die vollständige Kontrolle des Warenflusses. Herzstück der Technologie ist ein so genannter RFID-Transponder
– ein 2,5 Quadratzentimeter kleines Etikett mit integriertem Speicherchip und Miniaturantenne. Diesen Transponder nennt die METRO Group wegen seiner besonderen Eigenschaften Smart Chip. Darauf gespeichert ist der Elektronische Produktcode (EPC)
, eine Nummer, die Aufschluss über spezifische Produkteigenschaften wie Mindesthaltbarkeitsdatum oder Gewicht gibt. Je nach Frequenzbereich lassen sich die Produktinformationen mit entsprechenden RFID-Lesegeräten
ohne Sichtkontakt aus einer Entfernung zwischen einem und zehn Metern lesen. Die METRO Group setzt die RFID-Technologie in ihrem Future Store
ein. Im November 2004 begann die METRO Group darüber hinaus mit der konzernweiten Einführung von RFID (RFID-Roll-out
).
Regalmanagement
Konzept zur kundenfreundlichen und verkaufsfördernden Platzierung von Waren in den Regalsystemen des Handels.
Regalmanagement-System (RMS)
Elektronisches System, mit dem die Category Manager der METRO Group Regalpläne, so genannte
Planogramme
, erstellen. Sie visualisieren artikelgenau, welcher Artikel wo im Verkaufsregal platziert wird. Die Pläne werden über das Warenwirtschaftssystem
der METRO Group automatisch mit aktuellen Listungs- und
Bewegungsdaten versorgt. Anhand der anschaulichen Regalpläne können die Mitarbeiter im Markt sämtliche Produkte kundenfreundlich und verkaufsfördernd verräumen.
Planogramme
Bewegungsdaten versorgt. Anhand der anschaulichen Regalpläne können die Mitarbeiter im Markt sämtliche Produkte kundenfreundlich und verkaufsfördernd verräumen.
Regelmäßiges Bestandssystem
Ein üblicherweise manuell geführtes System, das regelmäßig, meist täglich, den Filialbestand jedes Produktes auf der Basis des Regelbestandes, der Wareneingänge und der PoS-Daten erstellt.
RFID-Lesegerät
Computergesteuertes Gerät zum Lesen des Elektronischen Produktcodes (EPC)
auf so genannten
RFID-Transpondern
. Je nach Frequenzbereich können RFID-Lesegeräte die auf einem RFID-Transponder gespeicherten Daten aus einer Entfernung von bis zu sechs Metern erfassen. Dazu sendet der Reader ein elektromagnetisches Frequenzfeld aus, das die Antenne des Transponders empfängt. Über diese elektronische Verbindung können die gespeicherten Daten gelesen, verarbeitet und ggf. geändert werden. Es gibt sowohl tragbare als auch fest installierte RFID-Lesegeräte. Lesegeräte werden zum Beispiel in so genannte Gates an Warenein- und -ausgängen der Märkte oder Läger eingebaut. Auch Verkaufsregale ( Intelligentes Regal
) können mit Lesegeräten ausgestattet werden. RFID liefert entscheidende Impulse zur Optimierung der Prozesskette und stellt damit eine leistungsfähige Alternative zum Barcode dar.
RFID-Transpondern
RFID-Middleware
Teil der Systemarchitektur der RFID-Technologie und Komponente des EPC-Netzwerks. Sie ermöglicht das Zusammenspiel von RFID-Transpondern
, RFID-Lesegeräten
und der lokalen IT-Infrastruktur des Marktes. Die RFID-Middleware funktioniert so ähnlich wie ein Adapter: Über verschiedene Schnittstellen kommuniziert sie mit Lesegeräten und Computeranwendungen und bereitet Informationen so auf, dass sie von dem Endgerät gelesen werden können. Die RFID-Middleware arbeitet im Verbund mit dem Object Naming Service (ONS)
, dem EPC Information Services (EPCIS)
und der Physical Markup Language (PML)
.
RFID-Roadmap
Umsetzungskonzept für die Einführung der Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
. Die METRO Group hat als weltweit erstes Unternehmen entschieden, die RFID-Technologie schrittweise entlang der gesamten Prozesskette einzusetzen. RFID-Roll-out
.
RFID-Roll-out
Bezeichnung der METRO Group für die schrittweise Einführung der Radiofrequenz-Identifikation (RFID)
entlang der gesamten Prozesskette. Seit dem 2. November 2004 liefern Industriepartner des Konzerns mit
RFID-Transpondern
ausgestattete Paletten und Hängewarensendungen an die Läger von Metro Cash & Carry, Real, Kaufhof und METRO Group Logistics Warehousing (MGL Warehousing). Die Vertriebsmarken und Querschnittsgesellschaften der METRO Group haben ihrerseits die Wareneingangstore der Märkte, Filialen und Läger mit RFID-Technologie ausgerüstet. Ab Sommer 2006 werden einige Partner aus der Konsumgüterindustrie auch Kartons mit RFID-Transpondern versehen. Dann kommen weitere Märkte und Filialen sowie neue Industriepartner hinzu.
RFID-Transpondern
RFID-Transponder
Herzstück der Radiofrequenz-Identifkation (RFID)
. Beim RFID-Transponder handelt es sich um einen winzigen Computerchip mit Antenne, der in ein hauchdünnes Etikett eingebettet ist. Er lässt sich auf Paletten, Paketen und Produkten anbringen. Auf dem Transponder oder Smart Chip ist eine Nummer gespeichert, der so genannte
Elektronische Produktcode (EPC)
. Durch diesen lassen sich Versandeinheiten oder einzelne Artikel eindeutig identifizieren. Die in der Konsumgüterbranche eingesetzten, so genannten passiven RFID-Transponder können einmalig mit Nummerncodes beschrieben und beliebig oft gelesen werden. Sie sind passiv, weil sie ohne eigene Stromquelle auskommen. Die Transponder beziehen ihre Energie aus dem elektromagnetischen Feld, das von einem RFID-Lesegerät
ausgesendet wird. Der Transponder empfängt dieses Signal und sendet den auf dem Chip gespeicherten EPC zurück.
Elektronische Produktcode (EPC)
Rückverfolgbarkeit von Waren
Spezielle Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel. Seit dem 1. Januar 2005 müssen alle Lebensmittel so gekennzeichnet sein, dass ihr Weg vom Ort ihrer Erzeugung bis in das Verkaufsregal transparent ist (EU-Richtlinie 178/2002). Handel und Industrie sind verpflichtet, entsprechende Systeme einzurichten. Sie sollen dokumentieren, von wem die Ware stammt und an wen sie geliefert wurde. Dies ist insbesondere für Rückrufaktionen notwendig – beispielsweise im Fall verunreinigter Lebensmittel. Um Produkte optimal zurückverfolgen zu können, empfiehlt
ECR Deutschland
Unternehmen in Handel und Industrie die konsequente Anwendung von EAN-Standards
wie zum Beispiel die Europäische Artikelnummer (EAN)
oder die Nummer der Versandeinheit (NVE)
. Zu den Themen Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und Warenrückruf haben die
GS1 Germany
und ECR D-A-CH
Projektgruppen eingerichtet.
ECR Deutschland
GS1 Germany
SA2 worldsync
Stammdaten-Informationssystem. Datenpool zum Austausch von Artikelstammdaten (Stammdaten
) zwischen Hersteller und Handelsunternehmen. Die Hersteller sind für die Einstellung und Pflege ihrer Produkte und damit die Aktualität und Richtigkeit der Daten verantwortlich. Die Daten werden nur jeweils einmal im zentralen SA2-worldsync-Pool gepflegt und versorgen trotzdem alle angeschlossenen Interessenten (Handel, Dienstleister und andere Datenlieferanten) automatisch mit den Stammdateninformationen.
SAF Superstore
Software zur automatischen Bestandsplanung. SAF Superstore errechnet anhand von Artikelstammdaten
und Abverkaufszahlen den optimalen Warenbestand und schlägt Bestellmengen vor. Die Software ist das Herzstück des automatischen Dispositionssystems der METRO Group. Das System zielt darauf ab, wirtschaftliche Bestandsgrößen zu erreichen, also immer genau die Warenmengen vorzuhalten, die der Konsument nachfragt. Auf diese Weise sollen einerseits zu hohe Bestände und andererseits Präsenzlücken vermieden werden.
SAF Superwarehouse
Software zur Unterstützung der automatischen Lagerdisposition. SAF Superwarehouse errechnet artikelgenaue Bestellvorschläge und optimiert so den Warennachschub für zahlreiche Märkte der METRO Group.
Sales-Forecast
Prognose der Abverkaufszahlen eines Produkts. Lieferanten können künftig im Informationssystem Metro Data Warehouse
Sales-Forecasts abrufen.
Schnelldreher
Logistischer Begriff für Artikel, die eine hohe Umschlagshäufigkeit (Umschlag
) aufweisen, das heißt im Vergleich mit anderen Produkten schneller verkauft werden und daher im Verkaufsregal häufiger nachgefüllt werden müssen. Dazu zählen vor allem Lebensmittel des täglichen Gebrauchs.
Scorecard
Instrument zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit beispielsweise von Unternehmen (Balanced Scorecard) oder Projekten bzw. einzelnen Geschäftsaktivitäten (Global Scorecard
). Scorecards liegt ein definiertes Kennzahlensystem zu Grunde. Anhand der Kennzahlen kann der Unternehmenserfolg oder Projektfortschritt abgelesen werden. Die Ergebnisse unterstützen das Management bei seinen Entscheidungen. Ein besonderer Vorteil von Scorecards ist ihre Transparenz.
SEDAS
Vorläufer des EANCOM-Standards
. 1977 von GS1 Germany
entwickelte nationale Norm für den elektronischen Rechnungsdatenaustausch zwischen Handel und Konsumgüterindustrie. SEDAS steht für „Standardregelungen Einheitlicher Daten-Austausch-Systeme“. Heute hat der SEDAS-Rechnungsverkehr nur noch eine untergeordnete Bedeutung.
Selbstzahlerkasse
Vollautomatische Kasse, an der der Kunde bezahlen kann, ohne dass Kassenpersonal anwesend sein muss. Der Kunde scannt die Produkte selbst ein und legt sie in eine Warentüte. Der Kassenautomat wiegt die Ware und vergleicht das Gewicht mit den im Warenwirtschaftssystem
gespeicherten Daten. Im Anschluss zeigt die Kasse den Gesamtpreis an, den der Kunde bar oder per EC/Kreditkarte bezahlen kann. Die Selbstzahlerkasse kommt im
Future Store
und in zahlreichen SB-Warenhäusern der Metro-Vertriebsmarke Real zum Einsatz.
Future Store
Self Billing
Zahlungsabwicklung, bei der der Hersteller keine Rechnung mehr ausstellt, sondern der Händler die Zahlungen automatisch nach dem Wareneingang veranlasst.
Sekundärverpackung
Umverpackungen oder Zweitverpackungen, das heißt Verpackungen, die eine bestimmte Anzahl von Artikeln enthalten. Diese Verpackungen können von der Ware entfernt werden, ohne dass dies deren Eigenschaften beeinflusst. Sekundärverpackungen sind zum Beispiel Kartons, Kisten, Kästen oder Steigen.
Sicherheitsbestand
Differenz zwischen dem prognostizierten und tatsächlichen Verbrauch und der Lieferzeit der bestellten Ware. Zur Ermittlung des Sicherheitsbestandes werden Faktoren wie Servicegrad, Nachfrageschwankungen und Durchlaufzeit berücksichtigt.
Sortiment
Gesamtheit aller Waren, die ein Handelsunternehmen seinen Kunden anbietet. Eine Differenzierung erfolgt in der Regel nach Breite und Tiefe des Sortiments. Die Sortimentsbreite kennzeichnet die Anzahl aller geführten Produkte. Die Sortimentstiefe wird durch die Auswahl nach Marken, Typen, Größen, Farben, Qualitäten usw. innerhalb einer Artikelgruppe bestimmt.
Sortimentsbaustein
Merkmal zur Unterscheidung von Pflegegruppen
. Der Sortimentsbaustein definiert die Anzahl der Artikel innerhalb der Pflegegruppe und legt damit Umfang und Größe derselben fest. Die METRO Group nummeriert die Sortimentsbausteine in der Regel mit den Ziffern 1 bis 7. Je größer die Zahl, desto größer ist die Anzahl der Waren innerhalb der Pflegegruppe.
Sortimentsbildung
Prozess, bei dem der Einkauf eines Handelsunternehmens ein optimales Warenangebot für seine Märkte zusammenstellt. Ziel ist es, für jede Warengruppe
ein verkaufsförderndes und kundenorientiertes Sortiment
zu gestalten. In der METRO Group ist die Sortimentsbildung Aufgabe der zentralen Einkaufsgesellschaft MGB METRO Group Buying
. Sie führt regelmäßig Veranstaltungen durch, bei denen ausgewählte Lieferanten ihre Produkte vorstellen – jeweils zu einer bestimmten Warengruppe wie Textilien oder Haushaltswaren. Die MGB prüft das Angebot, wählt Artikel aus und stellt sie zu einem Sortiment zusammen. In diesem Prozess sammelt und bearbeitet die MGB sämtliche Stammdaten
, die zu den ausgewählten Artikeln gehören. Informationen wie Produktbezeichnung, Gewicht und Verpackungsmaße überträgt sie in die Warenwirtschaftssysteme
des Konzerns, damit diese dort ständig abrufbereit sind – etwa für Bestellungen oder Rechnungsprüfungen. Um das
Stammdatenmanagement
effizient zu gestalten, kommt der zentrale Datenpool MMS-CAT
zum Einsatz, der Metro Merchandising System-Catalog.
Stammdatenmanagement
Spaceman
Software (entwickelt von AC Nielsen) zur Unterstützung des Regalmanagements
in Industrie und Handel. Spaceman erfüllt die unterschiedlichsten Anforderungen: Das Programm ermöglicht das einfache Betrachten eines Regals am Bildschirm ebenso wie das automatisierte Bearbeiten umfangreicher Regaldaten
(Planogramme
) im Rahmen des so genannten Regalmanagement-Systems
.
(Planogramme
Stammdaten
Wichtige Basisdaten zur Identifikation von Artikeln (EAN-Artikelnummer
und Artikelbezeichnung) und Lieferanten, Informationen zu Größe und Gewicht des Produkts oder zu der Art der Verpackung. Sämtliche Angaben zu einem Produkt bilden gemeinsam den Stammdatensatz. Struktur und Umfang dieser Datensammlungen können sich je nach Unternehmen und Produkt unterscheiden. Beispielsweise gehören bei manchen Waren Gefahrguthinweise oder Informationen zur Handhabung bei Lagerung und Transport zum Stammdatensatz. Stammdaten sind die Voraussetzung für zahlreiche Geschäftsprozesse – von der Bestellung über Regalmanagement
und Logistik
bis hin zum Marketing. Industrie und Handel tauschen heute ihre Stammdaten zunehmend über Datenpools wie SA2 worldsync
aus. Organisationen wie die Global Commerce Initiative (GCI)
und GS1
setzen sich für die weltweite Standardisierung von Stammdaten ein.
Stammdatenmanagement
Alle Tätigkeiten, die auf den effizienten Austausch und die Bearbeitung von Stammdaten ausgerichtet sind. Dazu gehört beispielsweise die Verwaltung und Aktualisierung von Artikelinformationen mithilfe von externen und internen Datenpools wie SA2 worldsync
und MMS-CAT
.
Stammdatenpool
Datenpool, mit dessen Hilfe Handel und Industrie ihre Artikelstammdaten
auf effiziente Weise austauschen, verwalten und aktualisieren können. Der zentrale, interne Stammdatenpool der METRO Group ist MMS-CAT
. Außerdem nutzt der Konzern externe Datenpools wie SA2 worldsync
.
Standards
Grundlage für effiziente Geschäftsprozesse. Standards sind zwischen Industrie und Handel fest vereinbarte Regeln, um den Austausch von Waren, Daten und Dienstleistungen so reibungslos und kostengünstig wie möglich zu gestalten. Man unterscheidet generell drei Typen von Standards: Identifikationsstandards, Kommunikationsstandards und Prozessstandards. Identifikationsstandards dienen dazu, Artikel, Dienstleistungen, Unternehmen und Versandeinheiten eindeutig zu identifizieren. Zu diesen Standards zählen die Global Trade Item Number (GTIN)
, die Global Location Number (GLN)
sowie die Nummer der Versandeinheit (NVE)
. Kommunikationsstandards ermöglichen den schnellen und reibungslosen Datenaustausch zwischen Industrie und Handel. Ein solcher Standard ist EANCOM
, ein international gültiger Nachrichtenstandard zur Datenkommunikation via EDI
. Prozessstandards definieren optimale Geschäftsabläufe, zum Beispiel in der Logistik (Efficient Unit Loads
) oder im Warengruppenmanagement
Category Management
). Verantwortlich für die Entwicklung und die Vergabe von Standards ist die Organisation GS1
.
Category Management
Store-Group
Bezeichnung für eine Gruppe von Waren, die im Zusammenhang mit dem Regalmanagement-System (RMS)
der METRO Group verwendet wird. Das Regalmanagement-System unterscheidet drei Arten von Warengruppen, für die Planogramme
erstellt werden: Assortment-Groups
, Pflegegruppen
und Store-Groups. In einer Store-Group werden alle Artikel einer Category zusammengefasst, die für einen bestimmten Markt vorgesehen sind.
Store Test
Akzeptanztest für neue oder veränderte Produkte. Die Produkte werden während eines vordefinierten Zeitraums (Testphase) probeweise in einzelnen Märkten gelistet und verkauft. Die gewonnenen Abverkaufsdaten werden analysiert und mit den Daten einer Vorphase (definierter Zeitraum vor der Testphase) sowie aus Kontrollmärkten (Märkte, in denen das Testprodukt nicht geführt wird) verglichen. Darüber hinaus werden in den Testmärkten während der Testphase einzelne kommunikative Maßnahmen (Plakate, Schilder oder Zweitplatzierungen) durchgeführt. Store Tests haben das Ziel, den Abverkauf von neuen Artikeln unter realistischen Bedingungen zu testen, bevor sie offiziell in den Markt eingeführt werden. Es können damit aber auch neue Platzierungsvarianten oder Preisänderungen geprüft werden.
Supply Chain Management (SCM)
Planung, Steuerung und Optimierung des Geld-, Daten- und Materialflusses der Versorgungs- bzw.
Wertschöpfungskette
über alle Stufen von der Rohstoffgewinnung, über Produktions- und Logistikstufen bis hin zum Absatz an den Endverbraucher. SCM verfolgt das Ziel, Lieferzeiten zu verkürzen und Bestände abzubauen, um in allen relevanten Prozessen die Wertschöpfung zu erhöhen.
Wertschöpfungskette
Supply-Chain-Optimierung
Verbesserung der Abläufe entlang der Lieferkette von der Produktion bis zum Verkauf mit dem Ziel, die Effizienz der einzelnen Arbeitsschritte zu erhöhen. Eine zentrale Rolle spielen dabei der Elektronische Datenaustausch (EDI)
und das Stammdatenmanagement. Darüber hinaus kommen Konzepte des Efficient Consumer Response (ECR)
zum Einsatz.
Supply Side
Begriff im Rahmen von Efficient Consumer Response (ECR)
. Die ECR-Strategie unterscheidet Maßnahmen auf der Supply Side (Versorgungsseite) und der Demand Side
(Nachfrageseite). Die Supply Side von ECR beschäftigt sich mit Methoden zur Optimierung der Warenversorgung (Effizienter Warenfluss
). Ziel ist es, den Waren- und Informationsfluss über die gesamte Logistikkette hinweg zu verbessern – von der Produktfertigung, über die Verteilung an Groß- und Einzelhändler bis in die Regale der Geschäfte. Für sämtliche Basisprozesse wie das Bestellmanagement und die Distribution von Waren existieren besondere Supply-Side-Strategien, beispielsweise Efficient Unit Loads und Cross Docking.
Templates
Vorlagen, die einzelne Prozessschritte zur Umsetzung von Standards konkret vorgeben. Templates dienen auch dazu, komplexe Aufgaben besser zu strukturieren. Die METRO Group arbeitet zum Beispiel mit so genannten Common Templates. Diese definieren eindeutig, nach welchen Kern- und Teilprozessen ein bestimmter Aufgabenbereich zu gliedern ist. Im Bereich Human Resources ist etwa genau vorgegeben, in welchen Schritten die Personalorganisation von der Rekrutierung eines Mitarbeiters bis zu dessen Austritt aus dem Unternehmen abzulaufen hat und welche Aufgaben sie beinhaltet.
Tertiärverpackung
Ladungsträger, die als Lager- und Transporthilfsmittel eingesetzt werden, um mehrere
Sekundärverpackungen
zu transportieren, zu lagern und zu platzieren. Ein Beispiel für eine Tertiärverpackung ist die Palette.
Sekundärverpackungen
Truckoptimization
Begriff für die optimale Auslastung von Lkws. Ziel ist es, den zur Verfügung stehenden Verladeraum so effizient wie möglich zu nutzen, das heißt, so viel Ware wie möglich unterzubringen.
Ultralangsamdreher
Artikel, die sehr selten verkauft werden, das heißt eine extrem niedrige Umschlagshäufigkeit (Umschlag
) besitzen. Beispiele sind Randgrößen bei Bekleidung oder hochpreisige Spirituosen.
Umschlag
Begriff für die physische Warenbewegung. Der Warenumschlag bezeichnet beispielsweise das Be- und Entladen einer Versandeinheit
.
Umschlagpunkt
Ort des Warenumschlages, also des Be- und Entladens von Versandeinheiten
, zum Beispiel das Zwischenlager eines Handelsunternehmens.
Unit Loads
Ladeeinheit. Ladung, die aus mehreren Einheiten (zum Beispiel Artikel) oder Sekundärverpackungen
besteht und durch ein oder mehrere Hilfsmittel zum Zwecke des Handlings, Transports, zur Stapelung oder Lagerung (zum Beispiel Paletten) als eine Einheit zusammengefasst wird. Dieser Begriff wird darüber hinaus auch zur Beschreibung einer einzigen großen Ladeeinheit, die für den gleichen Zweck eingesetzt wird, genutzt. Efficient Unit Loads (EUL)
Value Chain Analysis
Analyseverfahren zur Ermittlung und Quantifizierung von Kosteneinsparpotenzialen entlang der
Wertschöpfungskette
.
Wertschöpfungskette
Vendor Managed Inventory (VMI)
Variante des Continuous Replenishment Programs
.
VMI bedeutet, dass der Hersteller die Warenversorgung steuert. Er generiert für den Handel die Bestellungen und verwaltet damit dessen Bestand.
VMI bedeutet, dass der Hersteller die Warenversorgung steuert. Er generiert für den Handel die Bestellungen und verwaltet damit dessen Bestand.
Versandeinheit
Physische, identifizierbare, unveränderbare und rückverfolgbare Handhabungseinheit in der logistischen Kette (zum Beispiel Palette, Mehrwegtransportverpackung). Die Identifizierung erfolgt über die Nummer der Versandeinheit (NVE)
.
Voluntary Interindustry Commerce Standards Association (VICS)
Zusammenschluss von Industrie-, Handels-, Beratungs- und IT-Unternehmen mit Sitz in New Jersey (USA), die sich dafür einsetzen, Geschäftsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette
effizienter zu gestalten. VICS fördert Standards, die dabei helfen sollen, den Informations- und Warenfluss zwischen Hersteller und Händler zu vereinfachen. Ende der 90er-Jahre hat die VICS das CPFR-Konzept
entwickelt.
Wareneingangsprozess
Abfolge spezifischer Arbeitsschritte bei der Anlieferung von Waren im Markt oder Warenlager und der Annahme der Ware durch den Empfänger. Zum Wareneingangsprozess gehören u. a. der Abgleich zwischen avisierter Liefermenge und der angelieferten Ware – erleichtert durch die Verwendung der NVE
–, die Vergabe einer Wareneingangsnummer, die Übergabe der Ware (zum Beispiel an einer Warenannahmerampe) sowie die Wareneingangskontrolle, also die kaufmännische und technische Prüfung der Warenlieferung.
Warengruppe
Auch Category. Zusammenfassung von verschiedenen Artikeln mit bestimmten Merkmalen, zum Beispiel „Alles fürs Kind“ oder „Alles für die Grillsaison“. Category Management
.
Warenwirtschaftssystem (WWS)
Computergestütztes Informationssystem, das Waren artikelgenau nach Menge und Wert in den Bereichen Disposition, Bestellwesen, Wareneingang, Rechnungskontrolle, Warenausgang, Kassenabwicklung und Rechnungserstellung erfasst und bewirtschaftet. Zweck eines WWS ist die Bestands- und Erfolgssteuerung. Warenwirtschaftssysteme stellen dem Handelsunternehmen Bewertungs- und Steuerungsinformationen über Lieferanten, Kunden und Waren zur Verfügung. In der METRO Group betreibt die MGI METRO Group Information Technology GmbH
als zentraler IT-Dienstleister das informationstechnische Nervensystem des Konzerns. Die MGI optimiert das web-basierte Warenwirtschaftssystem kontinuierlich. Automatische Dispositionssysteme, die drohende Versorgungslücken selbstständig erkennen und bedarfsgerecht nachbestellen, vereinfachen heute die Prozesse und senken Kosten.
Wertschöpfungskette
Begriff für die Architektur aller Tätigkeitsstufen von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zum Verkauf an den Endverbraucher, die zur Wertschöpfung, das heißt zur Leistungsfähigkeit eines Unternehmens, beitragen. Typische Ansatzpunkte für die Optimierung der Wertschöpfungskette von Handelsunternehmen sind die Logistik
und die Beschaffung
. Durch verbesserte Prozessabläufe in diesen Bereichen lassen sich beispielsweise die Warenverfügbarkeit erhöhen und Kosten für die Lagerhaltung reduzieren.
Wireless LAN
Drahtloses, lokales Funknetzwerk, das beispielsweise im Future Store
zum Einsatz kommt. Die Abkürzung LAN steht für Local Area Network.
