Cross Docking
Schnellere Prozesse und weniger Aufwand in der Logistik - das ermöglicht Cross Docking. Dieses moderne logistische System bietet sich vor allem für große Bestellmengen an und wird derzeit bei Metro Cash & Carry sehr erfolgreich eingesetzt.
 
Einführung
Details
 
Was bringt Cross Docking der METRO Group?
Cross Docking lohnt sich als Logistiksystem vor allem dann, wenn damit einzelne Märkte beliefert werden, die große Warenmengen benötigen. In der METRO Group trifft dies insbesondere auf die Großmärkte von Metro Cash & Carry zu. Hier wird Cross Docking seit 1996 im Frische-Bereich und seit 1997 für Fisch-Produkte angewandt.

In früheren Jahren hatte Metro Cash & Carry viele Bestellungen über Direktlieferung zustellen lassen. Das Vertriebssystem der Cash & Carry-Märkte – vergleichbar einem Zentrallager – machte es leicht möglich, das Sortiment gleich palettenweise zu ordern. Im Laufe der Zeit sind jedoch immer mehr Artikel in das Angebot aufgenommen worden. Gleichzeitig gingen die Bestellmengen pro Artikel zurück. So bot sich als Kompromiss zwischen der Direktlieferung und dem Stückgutverkehr das Cross Docking an. Die Bestellmengen sind dafür immer noch groß genug.
Die folgende Grafik visualisiert den logistischen Vorteil von Cross Docking gegenüber dem Stückgutverkehr:
Ausbau des Cross Docking-Systems
Metro Cash & Carry unterhält derzeit ständige Geschäftsbeziehungen zu rund 3.000 Lieferanten. Davon nehmen aktuell etwa 450 Hersteller am Cross Docking 2 teil. Die Logistikexperten der Vertriebsmarke wollen in den kommenden Jahren verstärkt Überzeugungsarbeit bei ihren Geschäftspartnern leisten und mehr Hersteller für die Teilnahme an dem System gewinnen.
Zukunft mit mehr Technik
Neue Möglichkeiten für Cross Docking ergeben sich durch die Einführung neuer Standards und innovativer Technologien entlang der Lieferkette. So hat Metro Cash & Carry festgestellt, dass der Elektronische Datenaustausch (Electronic Data Interchange – EDI) die Prozesse zwischen Lieferanten und Handelsunternehmen wesentlich beschleunigt und verbessert. Allerdings haben noch längst nicht alle Hersteller auf EDI umgestellt. Bei den Nachrichtenarten ORDERS und INVOIC sind es zwar schon rund 1.500 Lieferanten, der elektronische Lieferavis DESADV jedoch wird gerade einmal von rund 170 Herstellern angewandt. Die Nummer der Versandeinheit (NVE) tauscht Metro Cash & Carry derzeit mit rund 70 Unternehmen auf elektronischem Weg aus.

Auch die Einführung der RFID-Technologie, mit der es möglich ist, Waren auf dem Weg vom Hersteller zum Markt jederzeit genau zu lokalisieren, könnte dem Cross Docking-System neue Impulse verleihen. Die Warenpaletten würden dann am Umschlagplatz in Unna per Knopfdruck registriert und sofort für den Weitertransport zu den einzelnen Märkten bereitgestellt. Die Chancen, die sich für die Logistik durch neue Technologien ergeben, sind daher auch stets Gegenstand der Lieferantengespräche zwischen Metro Cash & Carry und ihren Partnern aus der Industrie.