Welche Vorteile hat Cross Docking?
Bevor Metro Cash & Carry im Jahre 1996 Cross Docking einführte, wurden alle Warenbestellungen über den so genannten Stückgutverkehr organisiert. Dabei holt ein Transportunternehmen die bestellten Waren bei den Herstellern ab und liefert sie an die Märkte und Filialen des Handelsunternehmens aus. Das geschieht allerdings nicht auf direktem Weg, sondern mit verschiedenen Zwischenstationen. Der Warenfluss im Stückgutverkehr hat in der Regel einen Transportvorlauf, einen Hauptlauf und einen Nachlauf.
Ein Beispiel: Metro Cash & Carry bestellt für seine Märkte bei einem Hersteller in Kiel eine bestimmte Menge an Waren. Das Logistikunternehmen holt die Waren ab und transportiert sie zunächst in ein Umschlaglager nach Hamburg (Transportvorlauf). Dort wird die Bestellung nach bestimmten Regionen aufgeteilt. Beispielsweise fahren ein voller Lkw zu einem Lager in Recklinghausen, ein anderer nach Frankfurt und ein weiterer etwa nach Leipzig. Erneut wird dort die Ware umgeschlagen und für die Endempfänger, also die Cash & Carry-Märkte, bereitgestellt (Transporthauptlauf). Nun müssen die bestellten Waren noch angeliefert werden. Wieder setzen sich also Lkws in Bewegung. Diesmal fahren sie die einzelnen Märkte an (Nachlauf). Zusammenfassend bedeutet dies: Beim herkömmlichen Stückgutverkehr gibt es drei Prozessschritte für den Transport und zwei Prozessschritte für den Warenumschlag.
Ein Beispiel: Metro Cash & Carry bestellt für seine Märkte bei einem Hersteller in Kiel eine bestimmte Menge an Waren. Das Logistikunternehmen holt die Waren ab und transportiert sie zunächst in ein Umschlaglager nach Hamburg (Transportvorlauf). Dort wird die Bestellung nach bestimmten Regionen aufgeteilt. Beispielsweise fahren ein voller Lkw zu einem Lager in Recklinghausen, ein anderer nach Frankfurt und ein weiterer etwa nach Leipzig. Erneut wird dort die Ware umgeschlagen und für die Endempfänger, also die Cash & Carry-Märkte, bereitgestellt (Transporthauptlauf). Nun müssen die bestellten Waren noch angeliefert werden. Wieder setzen sich also Lkws in Bewegung. Diesmal fahren sie die einzelnen Märkte an (Nachlauf). Zusammenfassend bedeutet dies: Beim herkömmlichen Stückgutverkehr gibt es drei Prozessschritte für den Transport und zwei Prozessschritte für den Warenumschlag.
Schneller und preiswerter
Anders beim Cross Docking: Hier können ein Transportweg und ein Umschlagvorgang eingespart werden. Die Lieferzeiten sind kürzer. Ein weiterer Vorteil: Durch das Bündeln von Bestellungen stellt sich das Problem der Mindestabnahmemengen nicht. Mindestbestellmengen führen häufig dazu, dass Märkte über ihren Bedarf hinaus Waren ordern und entsprechenden Lagerraum dafür bereit halten müssen. Mit Cross Docking lässt sich der Warenbestand so viel besser planen.
Dadurch, dass die Lieferprozesse zeitlich besser aufeinander abgestimmt sind, verbessert sich auch die Warenverfügbarkeit in den Märkten. Darüber hinaus verringert Cross Docking den Bedarf an Lagerkapazitäten in den Distributionszentren und in den Märkten, weil durch den Verzicht auf Bestandshaltung weniger Platz benötigt wird. Und da kaum etwas gelagert werden muss, ist auch das Risiko der Warenentwertung – etwa durch Überschreiten des Haltbarkeitsdatums – geringer. Besonders effizient ist Cross Docking, wenn die Lieferung abends erfolgt. So können die Waren während der Nacht verräumt werden und stehen dem Kunden am nächsten Morgen wieder zur Verfügung.
Dadurch, dass die Lieferprozesse zeitlich besser aufeinander abgestimmt sind, verbessert sich auch die Warenverfügbarkeit in den Märkten. Darüber hinaus verringert Cross Docking den Bedarf an Lagerkapazitäten in den Distributionszentren und in den Märkten, weil durch den Verzicht auf Bestandshaltung weniger Platz benötigt wird. Und da kaum etwas gelagert werden muss, ist auch das Risiko der Warenentwertung – etwa durch Überschreiten des Haltbarkeitsdatums – geringer. Besonders effizient ist Cross Docking, wenn die Lieferung abends erfolgt. So können die Waren während der Nacht verräumt werden und stehen dem Kunden am nächsten Morgen wieder zur Verfügung.
Vorteile für den Lieferanten
Zu den Vorteilen des Handelsunternehmens kommen die logistischen Vorteile, die der Lieferant durch Cross Docking hat. Er braucht nämlich nicht mehr jeden Bestellauftrag eines einzelnen Marktes zu bearbeiten. Im Falle von Metro Cash & Carry heißt das: Aus 60 Einzelbestellungen wird ein einziger Großauftrag. Der Hersteller hat also wesentlich weniger Organisations- und Verwaltungsaufwand, denn er schreibt beispielsweise nur noch eine anstatt 60 Rechnungen. Er muss auch weniger Arbeitszeit für die Kommissionierung der Waren investieren, weil große Teile der Bestellung sortenrein auf Paletten oder ganze Lagen gepackt werden und die Umschlagprozesse insgesamt deutlich reduziert sind. Und schließlich: Weil der Lieferant die Aufträge immer zur gleichen Zeit erhält, kann er seine Produktion viel besser planen.
