Cross Docking
Schnellere Prozesse und weniger Aufwand in der Logistik - das ermöglicht Cross Docking. Dieses moderne logistische System bietet sich vor allem für große Bestellmengen an und wird derzeit bei Metro Cash & Carry sehr erfolgreich eingesetzt.
 
Einführung
Details
 
Was ist Cross Docking?
Cross Docking ist ein Warendistributions-Verfahren, bei dem gebündelte Bestellmengen über einen Umschlagplatz – den so genannten Transshipmentpoint – ohne zwischengeschaltete Lagerprozesse direkt an die Filialen verteilt werden. Cross Docking – oder Transshipment – ist als neuzeitliches Warenlogistiksystem darauf ausgerichtet, die Warenumschlagskosten und - dauer zu reduzieren, Zwischenlager auszuschließen und wenig ausgelastete Transportbewegungen zu vermeiden.
Ein System, zwei Verfahren
Innerhalb der METRO Group wird Cross Docking von Metro Cash & Carry angewandt, und zwar in zwei unterschiedlichen Verfahren: als einstufiger (Cross Docking 1) und zweistufiger (Cross Docking 2) Prozess.
  • Cross Docking 1 ist die reine Bündelung der Versandeinheiten für den Transport. Die Bestellungen einzelner Märkte werden eins zu eins an die Lieferanten weitergeleitet. Diese kommissionieren alle Waren aus den Bestellungen der Märkte empfängerbezogen und stellen für jeden Markt Lieferscheine und Rechnungen für die kommissionierte Ware aus. Dann liefern sie die so zusammengestellten Einzelsendungen gebündelt an den Transshipmentpoint. Dort übernimmt ein Logistikdienstleister die Feindistribution auf Marktebene, gebündelt mit weiteren Sendungen für den jeweiligen Markt. Sinnvollerweise werden die jeweiligen Vorgänge durch voraus gehende und begleitende Informationen und Warenkennzeichnungen – per DESADV und NVE – unterstützt.
  • Bei der Cross Docking 2-Abwicklung erhalten die Lieferanten eine Gesamtbestellung, in der die Orders der einzelnen Märkte zusammengefasst sind. Sie transportieren die bestellten Waren als eine große Lieferung zum Transshipmentpoint. Dort wird die Ware nun - im Gegensatz zum Cross Docking 1-Verfahren – mit anderen Waren zusammen marktbezogen auf Paletten umgepackt. Im Anschluss liefern Logistikdienstleister die Ware an die jeweiligen Märkte weiter. Vorteil für Kunden und Lieferanten: Es gibt nur eine Bestellung bzw. Lieferung am Tag oder je Woche. Allerdings stellt dieses System hohe Anforderungen an den Logistik-Partner, den so genannten Cross Docking Provider.
Cross Docking 2: Lieferung per Sammelbestellung
Im Unterschied zu Cross Docking 1 senden bei dieser Variante alle 60 Metro Cash & Carry-Großmärkte ihre Bestellungen nicht direkt an den Lieferanten, sondern über den Elektronischen Datenaustausch zunächst an die Metro-Zentrale. Dort werden alle Aufträge zusammengefasst und an einem fest vereinbarten Tag zu einer festgelegten Zeit per EDI als ein großer Auftrag an den Hersteller weitergeleitet. Der Hersteller packt alle georderten Waren auf Paletten, ohne diese nach einzelnen Märkten gesondert auszuzeichnen. Im Anschluss fährt er sie zum Cross Docking-Umschlagplatz nach Unna. Mitarbeiter der Varena kümmern sich um die Verteilung der umfangreichen Lieferung auf die einzelnen Märkte – entsprechend dem angemeldeten Bedarf. Varena ist seit Januar 2005 ein MGL Warehousing-Lagerstandort.

Das zweistufige Cross Docking unterscheidet sich also von der einstufigen Variante durch einen Kommissioniervorgang im Cross Docking Center. Dort wird die Lieferung den einzelnen Cash & Carry-Filialen entsprechend ihrer Bestellung manuell zugeordnet.